Im Mordprozess gegen eine mutmaßliche Sekten-Chefin hat ein leiblicher Sohn der Angeklagten ausgesagt.

Der heute 46-Jährige äußerte sich am Donnerstag und Freitag vor dem Landgericht Hanau. Er war 14 Jahre alt, als im August 1988 im Haus der Gruppe in Hanau ein vierjähriger Junge ums Leben kam. Das Kind soll zur Züchtigung von der heute 72-jährigen Anführerin in einem Leinensack verschnürt worden und an Erbrochenem erstickt sein. Der 46-Jährige beschrieb seine Mutter als "eiskalt". Die Anwälte der Frau weisen den Mordvorwurf zurück.