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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mordprozess wegen Corona-Abstandsregelung unterbrochen

Einschussloch im Auto

Nach der Verlesung der Anklage war Schluss: Ein Mordprozess am Landgericht Darmstadt gegen einen 43-Jährigen musste am Dienstag unterbrochen werden. Grund: Das Abstandsgebot konnte nicht eingehalten werden.

Kein ausreichender Abstand zwischen den Prozessbeteiligten - deshalb ist ein Mordprozess vor dem Landgericht Darmstadt am Dienstag nach Verlesung der Anklage unterbrochen worden. Der 43 Jahre alte Angeklagte soll vor knapp einem Jahr eine Frau in der Offenbacher Innenstadt erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihm am Dienstag Mord vor.

Nach der Anklage konnte die Hauptverhandlung aber nicht weitergehen. "Das Abstandsgebot kann hier nicht gewährleistet werden", sagte der Vorsitzende Richter beim Auftakt des Prozesses. Zwar wurde im Zuschauersaal auf Abstand geachtet, allerdings mussten einige Sachverständige fortgeschickt werden, da sonst die Prozessbeteiligten zu nahe gesessen hätten.

Frau in Auto erschossen

In dem schlecht belüfteten Gerichtssaal werde nicht der nötige Schutz der Beteiligten gegen das Coronavirus gewährleistet, so das Gericht. Der Prozess werde deshalb unterbrochen. Nächster Termin sei voraussichtlich der 5. Mai.

Vor knapp einem Jahr soll der Mann laut Anklage aus einem Auto heraus auf die 44-Jährige geschossen haben. Diese hatte in einem geparktem Wagen auf ihr Kind gewartet. Der tödliche Schuss traf die Frau durch das Seitenfenster in den Hals, sie starb noch am Tatort. Der Täter floh anschließend. Nach etwa fünf Wochen stellte sich der 43-Jährige in einer Offenbacher Polizeiwache.

Angeklagtem droht lebenslange Haftstrafe

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zum Video Frau in Offenbach erschossen

hsk
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Den Ermittlungen zufolge soll der Mann gezielt an den späteren Tatort in die Offenbacher Innenstadt gefahren sein, um die Frau zu erschießen. Bei dem Opfer soll es sich um die Schwester der ehemaligen Freundin des Angeklagten gehandelt haben. Der 43-Jährige soll sie für die Trennung verantwortlich gemacht haben. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Sendung: hr4 21.04.2020, 12.30 Uhr