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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Illegale Müllentsorgung im Wald bei Gießen

Eine Stelle im Wald ist bedeckt mit Müll, darunter Plastiktüten, Elektrogeräte und Kisten

Weil ein Ehepaar große Mengen Abfall in einen Wald bei Gießen gekippt hat, muss es ein hohes Bußgeld zahlen. Der entscheidende Hinweis auf die beiden fand sich im Müll selbst.

Entlang eines Wegs, an insgesamt acht Stellen verteilt, lag der Müll auf dem Waldboden: Kisten mit Kleidung, Büchern und CDs, daneben Küchenmaschinen und Plastik-Gartenstühle. Im Januar wurde der illegal entsorgte Abfall bei Gießen entdeckt, nun spürten die Behörden auch die mutmaßlichen Verursacher auf. Das teilte die Stadt Gießen am Mittwoch mit. Dabei hätten ihnen nicht nur Hinweise von Zeugen geholfen, wie eine Sprecherin erklärte, sondern auch Briefe, die sich in den Müllbergen fanden.

Die Adressen auf den Briefen führten sie zu einem Ehepaar, das von Buseck nach Gießen gezogen war. Das Paar habe sich "offensichtlich auf diese Weise des überzähligen Hausstands einfach entledigt", wie Bürgermeister Peter Neidel (CDU) vermutet. Insgesamt seien zehn bis 15 Kubikmeter Müll entdeckt worden - darunter mehrere Flaschen mit Putzmitteln.

Gefahr durch Reinigungsmittel

Ein Verunreinigung des Waldbodens durch die Reinigungsmittel sei nicht ausgeschlossen. "Durch das rücksichtslose, unverantwortliche Verhalten Einzelner werden Gefahren für die Umwelt, das Grundwasser, die Tiere oder im Wald spielende Kinder billigend in Kauf genommen", betonte Neidel, der auch als Dezernent für das Ordnungsamt zuständig ist.

Auf das Paar kommt nun eine hohe Geldstrafe zu: Wegen illegaler Abfallentsorgung müssen die beiden ein Bußgeld von 10.500 Euro zahlen. "Hoffentlich spricht es sich herum, dass die Verursacher von Umweltverschmutzungen und illegalen Müllablagerungen häufig von den Polizeibehörden ermittelt werden können und mit harten Strafen rechnen müssen", so der Gießener Bürgermeister.

Sendung: hr4, hessenschau am Abend, 21.04.2021, 18.30 Uhr