Feuerwehrleute versuchen am Sonntag, den Brand eines Supermarkts zu löschen.
Feuerwehrleute versuchen am Sonntag, den Brand eines Supermarkts zu löschen. Bild © picture-alliance/dpa

Nach den beiden Großbränden im osthessischen Schlüchtern hat die Polizei eine 44-Jährige als mutmaßliche Täterin festgenommen. Sie wurde in die Psychiatrie eingewiesen.

Die Ermittlungsrichterin habe veranlasst, dass die 44-Jährige in einer Psychiatrie untergebracht werde, sagte der Hanauer Oberstaatsanwalt Dominik Mies am Donnerstag. Die Frau hatte bei der Polizei eingeräumt, am vergangenen Wochenende die beiden Großbrände in Einkaufsmärkten in Schlüchtern (Main-Kinzig) gelegt zu haben.

Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung fanden Ermittler am Dienstag Beweismittel, die den dringenden Tatverdacht erhärteten. Hinweise aus der Bevölkerung hatten die Ermittler auf die Spur der Frau geführt.

Fast eine Million Schaden

Bereits zuvor hatte die Polizei einen psychisch kranken Mann festgenommen, der ihr vom Ordnungsamt übergeben worden war. Da sich der Tatverdacht aber nicht erhärtete, konnte er die Wache am Dienstagnachmittag wieder verlassen.

Bei den Bränden am Samstag in einem Sonderpostenmarkt und am Sonntag in einem Discounter entstand ein Sachschaden von fast einer Million Euro. Nach Untersuchungen am Brandort, an denen sich auch das Hessische Landeskriminalamt mit Fachleuten beteiligte, stand für die Ermittler fest, dass das Feuer von außen gelegt wurde.

Sendung: hr-iNFO, 16.08.2018, 11 Uhr