Ausgebranntes Auto

War es ein Brandanschlag auf das Auto einer engagierten Naturschützerin? In Großenlüder brannte in der Nacht der Wagen einer Lokalpolitikerin. Die Polizei geht von Brandstiftung aus - und ermittelt mögliche Zusammenhänge mit anderen Vorfällen.

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zum Video Brandanschlag auf Auto von Lokalpolitikerin?

hs
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Vor drei Jahren lagen zwei tote Waschbären in der Hofeinfahrt von Karin Bettinger. Ein Storchenmast, den sie hatte bauen lassen, wurde mutwillig zerstört - und nun brannte in der Nacht zum Donnerstag ihr Auto vor der Garage ihres Wohnhauses Großenlüder-Uffhausen (Fulda).

Bettingers Sohn, ein Berufs-Feuerwehrmann, konnte das Feuer im Motorraum des Wagens schnell löschen. "Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gehen wir von einer Brandstiftung aus", sagte ein Sprecher der Polizei Osthessen.

Engagiert im Naturschutz

Das Fahrzeug sei aus bislang unbekannter Ursache in Brand geraten, ein Schaden von etwa 11.000 Euro entstanden. Doch es könnte viel mehr hinter dem brennenden Auto stecken. Denn Karin Bettinger ist Politikerin.

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Audioseite Pkw-Brand in Großenlüder

Der Pkw, in dessen Motorraum in der Nacht auf Donnerstag ein Feuer ausgebrochen war.
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Sie engagiert sich im Naturschutz und ist Mitglied der Unabhängigen Bürgerliste in Großenlüder im Bereich Umwelt und Landwirtschaft. Eines der Themen, mit denen sie sich beschäftigt, ist die geplante Erweiterung eines Kalksteinbruchs bis auf 135 Meter an den Rand des Großenlüder Ortsteils Müs heran. Ob die toten Waschbären, der zerstörte Storchenmast und der Pkw-Brand damit in Zusammenhang stehen, ist bislang reine Spekulation.

"Da gebe ich nicht einfach auf"

"Ich möchte das endlich geklärt haben", sagt Bettinger dem hr. "Man fühlt sich ja nicht sicher, wenn man nicht weiß, was hier eigentlich los ist." Die Polizei ermittelt nun zur mutmaßlichen Brandstiftung und möglichen Zusammenhängen zu Bettingers politischer Tätigkeit.

So oder so steht für sie fest: Sie lässt sich von all diesen Vorkommnissen nicht beeinflussen. "Dann haben ja die gewonnen, die mich weg haben wollen", sagt sie. "Und da gebe ich nicht einfach auf."

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