Eine 38-jährige Frau, die im März ihre Mutter in Erlensee (Main-Kinzig) getötet hat, soll in die geschlossene Psychiatrie.

Einen entsprechenden Beschluss verkündete das Landgericht Hanau am Donnerstag. Vom ursprünglichen Vorwurf des Totschlags wurde die Angeklagte freigesprochen. Die Frau hat nach Überzeugung des Schwurgerichts ihre 79-jährige Mutter mit einer Duschstange, einem Messer sowie Fußtritten und Faustschlägen getötet. Dabei habe sie ohne erkennbaren Anlass getötet und im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt.

Zunächst war ein Gutachter von der Schuldfähigkeit der 38-Jährigen ausgegangen, hatte die vorläufige Diagnose jedoch während der Hauptverhandlung geändert. Denn Zeugen hatten ein "bizarres Verhalten" der Angeklagten vor und nach der Tat beschrieben und von einem "Sauberkeitswahn" berichtet. In der Untersuchungshaft in Kassel habe sie zudem versucht, Gras zu essen und ihre Zelle mit Wasser geflutet.

Am Abend des 11. März hatten Nachbarn die Polizei gerufen, weil Wasser aus der Wohnung der beiden Frauen floss und die 38-Jährige nackt am Eingang hockte. Eine Streife entdeckte kurz darauf die ebenfalls unbekleidete Leiche des Opfers.