Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tat bereits mehrfach angekündigt: Lebenslang wegen Mordes an Ehefrau

Eingang zum Landgericht Hanau

Das Landgericht Hanau hat einen Mann aus Bad Soden-Salmünster zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 43-Jährige hatte seine Frau vor den Augen der gemeinsamen Tochter erstochen.

Für eine tödliche Messerattacke auf seine Frau vor den Augen der gemeinsamen Tochter ist ein Mann vom Landgericht Hanau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte habe aus niedrigen Beweggründen gehandelt, begründete Landgerichtspräsidentin Susanne Wetzel das Mordurteil des Schwurgerichts am Freitag. "Sie haben ihrer Frau das Leben genommen und das ihrer beiden Kinder zerstört", sagte sie.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 43-Jährige am 18. Februar im Beisein der 13 Jahre alten Tochter in Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig) mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser dreimal auf die Frau eingestochen hatte. Ein Stich ins Herz sei tödlich gewesen.

Frau hatte Termin beim Scheidungsanwalt

Das Gericht sprach von "übersteigerten Besitzansprüchen" des 43-Jährigen. Nach einem länger schwelenden Ehestreit habe sich die 38-Jährige trennen wollen. Die Frau habe einen Tag nach der Tat einen Beratungstermin bei einem Scheidungsanwalt gehabt. Die Tat sei "egoistisch und planmäßig vorbereitet" gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin. Der Angeklagte hatte demnach bereits mehrfach angekündigt, seine Frau umbringen zu wollen, wenn sie sich trenne.

Mit dem Urteil entsprach das Landgericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Totschlag im Affekt plädiert und kündigte Revision an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Sendung: hr-iNFO, 09.10.2020, 17.00 Uhr