Arbeiten am Chinesischen Pavillon
Bauarbeiten am Chinesischen Pavillon. Bild © Hanna Immich (hr)

Knapp zwei Jahre nach der Brandserie in Frankfurt wird eifrig an der Neuerrichtung der zerstörten Gebäude gewerkelt. Vor allem der Chinesische Pavillon soll schon bald wieder in altem Glanz erstrahlen, billig wird das aber nicht.

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Koreanischer Pavillon, Chinesischer Pavillon, zwei Kindertagesstätten und der Goetheturm: Die Liste der zwischen Mai und November 2017 angezündeten und abgebrannten Frankfurter Holzgebäude ist lang, der mögliche Brandstifter noch immer nicht gefasst.

Rund zwei Jahre nach der Brandserie sind aber zumindest die Pläne für den Neuaufbau der Frankfurter Wahrzeichen abgeschlossen. Am Chinesischen Pavillon wird mit Hilfe aus Fernost sogar schon gewerkelt.

Bauteile wurden in China gefertigt

Bei einer Ortsbegehung im Bethmannpark am Mittwoch kündigte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) an, dass die Arbeiten am neuen Chinesischen Pavillon bereits im Juli abgeschlossen sein sollen. Für die vollständige Wiederherstellung der stark in Mitleidenschaft gezogenen Grünflächen könnte es bis September dauern. "Wir wollen der Bevölkerung einen originalgetreuen Wiederaufbau zurückgeben", sagte sie. Kosten und Mühen werden dafür nicht gescheut.

Um die Authentizität des Gebäudes zu wahren, wurde eine chinesische Firma mit dem Wiederaufbau beauftragt. Die Holzbauteile werden mit traditioneller Bautechnik verzapft – nicht vernagelt. Die Vorarbeiten begannen vor rund vier Monaten in China, die von Kunsthandwerkern gefertigten Elemente wurden in insgesamt sechs Containern auf dem Seeweg nach Frankfurt geschickt und werden nun vor Ort von insgesamt 19 chinesischen Mitarbeitern zusammengefügt.

Große Teile des Fundamentes des alten Pavillons könnten wiederverwertet werden, hieß es. Der von der Versicherung gedeckte Kostenpunkt: 1,3 Millionen Euro.

Goetheturm-Preis steht fest

Noch teurer, auch das wurde bei der Baustellenbegehung am Mittwoch mitgeteilt, wird der Wiederaufbau des im Oktober 2017 komplett zerstörten Goetheturms. Der Bau, der bei optimalem Verlauf im Herbst 2019 beginnen und im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein soll, wird rund 2,4 Millionen Euro verschlingen. Wie hoch der Anteil der Versicherung ist, wird derzeit noch abgestimmt.

Noch nicht ganz so weit sind die Planungen beim Wiederaufbau des Koreanischen Pavillons im Grüneburgpark. Hierfür soll eine koreanische Firma beauftragt werden, dies ist bislang allerdings nicht erfolgt.