ICE bei der Einfahrt in den Frankfurter Hauptbahnhof

Die Bahn hat die Schäden nach dem schweren Unwetter im Rhein-Main-Gebiet behoben. Zwei wichtige Strecken sind wieder frei. Auf einigen Straßen und in besonders betroffenen Orten sind die Folgen noch zu spüren.

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Nachdem für Bahnreisende im Rhein-Main-Gebiet und in Südhessen die Folgen des schweren Unwetters vom Sonntagabend auch am Dienstag noch spürbar waren, sah die Lage am Mittwochmorgen schon ganz anders aus. Die Reparaturarbeiten an der vielbefahrenen Verbindung zwischen Frankfurt und Mannheim waren nach Angaben eines Bahnsprechers am Dienstagabend behoben: "Alle Züge fahren wieder auf der Strecke."

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Bahn-Infos

Die Deutsche Bahn informiert hier über aktuelle Störungen im Bahnverkehr.

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Am Mittwochmorgen folgte dann auch die Entwarnung für die wichtige Verbindung nach Osten. Die Bahn berichtete auf Twitter, die Strecke zwischen Hanau und Aschaffenburg sei komplett freigeräumt. Somit könnten die Züge zwischen Frankfurt und Würzburg wieder planmäßig verkehren und überall wie vorgesehen halten. Seit Dienstagmittag hatten sich Fern- und Regionalzüge dort auf ein Gleis beschränken müssen.

Guten Morgen, die letzten Unwetterschäden konnten in der Nacht beseitigt werden. Sowohl zwischen #Frankfurt und #Mannheim als auch zwischen Frankfurt und #Würzburg verkehren unsere Züge wieder auf dem geplanten Weg und halten wieder an allen geplanten Bahnhöfen. Gute Fahrt!

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Entwurzelte oder abgeknickte Bäume hatten die Strecken blockiert oder die Oberleitungen beschädigt. Am Mittwoch gab es laut Bahn noch Behinderungen auf der Kahlgrundbahn zwischen Hanau und Schöllkrippen, jedoch hauptsächlich auf bayerischer Seite. Die Schäden sollten im Lauf des Tages behoben sein.

B486 bei Dreieich weiter blockiert

Auch im Straßenverkehr gab es an einigen Stellen noch Behinderungen. Betroffen war etwa die B486. Im Bereich Dreieich-Offenthal (Offenbach) war sie auch am Mittwoch noch nicht wieder befahrbar.

Lose Dachziegel, umgefallene Bäume und Äste, die abzustürzen drohen: Die Feuerwehr hatte in Langen (Offenbach) noch alle Hände voll zu tun. Allein in dieser Stadt waren zwei Tage nach dem Unwetter noch an rund 20 Stellen Sturmschäden zu beseitigen.

Auch in Egelsbach, Rodgau, Dreieich, Dietzenbach und Seligenstadt gibt es nach Angaben des Kreises Offenbach noch besonders viel aufzuräumen. Nach einer ersten Bilanz wurden 21 Schulen beschädigt. In allen gehe der Betrieb aber weiter. Die Einsatzleitstelle des Kreises bilanzierte nach zwei Tagen mehr als 1.300 Einsätze. Bis zu 850 Feuerwehrleute waren unterwegs.

Kreis will finanzielle Hilfen für Betroffene

Bei dem Unwetter am Sonntagabend waren mehr als 20 Menschen verletzt worden. Keller wurden überflutet, Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt. Straßen waren über Stunden hinweg unpassierbar. Der Schaden geht in die Millionen. Der Kreis Offenbach spricht laut Landrat Oliver Quilling (CDU) mit dem Innenministerium über eine mögliche finanzielle Unterstützung für betroffene Bürger und Betriebe durch das Land.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 20.08.2019, 19.30 Uhr