An dem Wohnmobil (links) brach das Feuer aus und griff auf die Reihenhäuser über.
An dem Wohnmobil (links) brach das Feuer aus und griff auf die Reihenhäuser über. Bild © Wiesbaden112.de, Sabine Storm/Collage: hessenschau.de

Im September gingen in Hattersheim ein Wohnmobil und drei Reihenhäuser in Flammen auf, nun hat die Polizei den mutmaßlichen Brandstifter gefunden. Er war schon bei anderen Bränden verdächtigt worden.

Nach einem Großbrand in Hattersheim Anfang September hat die Polizei nun einen Tatverdächtigen gefasst. Ein Wohnmobil war in Brand geraten, die Flammen griffen schnell auf drei Reihenhäuser über. 32 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Verletzt wurde niemand.

Bei den Ermittlungen war ein technischer Defekt schnell als Brandursache ausgeschlossen worden. Die Polizei konzentrierte sich daraufhin auf die Vernehmung von zahlreichen Zeugen.

Tatverdächtiger in Klinik behandelt

Dabei fiel ein 47-Jähriger aus Hattersheim auf: Laut Mitteilung der Polizei vom Montag war er in der Vergangenheit "bereits hinreichend wegen unterschiedlicher Branddelikte in Erscheinung getren". Seine Wohnung wurde daher durchsucht. Der Mann wurde laut Polizei aufgrund seiner psychischen Verfassung zeitweise stationär in einer Klinik behandelt. Mittlerweile wurde er dort wieder entlassen. Haftgründe gebe es bisher nicht, teilte die Polizei weiter mit.

Die Ermittlungen gegen den Mann sind noch nicht abgeschlossen. Bei dem Großbrand in Hattersheim waren die drei Reihenhäuser komplett ausgebrannt. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 900.000 Euro.

Sendung: hr-iNFO, 08.10.2018, 16.40 Uhr