TU Darmstadt Polizei Einsatz

Rund einen Monat nach dem mutmaßlichen Giftanschlag in einem Gebäude der Technischen Universität Darmstadt hat es dort erneut einen großen Polizeieinsatz gegeben. Anlass war eine offene Tür.

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Polizeieinsatz an der TU Darmstadt.
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An der Technischen Universität (TU) Darmstadt hat eine offen stehende Tür am Sonntagabend einen Polizeieinsatz ausgelöst - und zwar in dem Gebäude, in dem im August sieben Menschen mutmaßlich vergiftet wurden.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, meldete jemand gegen 20 Uhr eine "vermeintlich aufgebrochene Tür". Weil man zunächst davon ausging, dass Unbekannte eingebrochen sein könnten, habe man das Gebäude umstellt und mit Diensthunden durchsucht. Dabei seien 20 bis 30 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz gewesen.

Tür wohl aus Versehen nicht verschlossen

Nach rund drei Stunden war das gesamte Gebäude durchsucht - es wurden keine verdächtigen Personen gefunden. Auch für die vermeintlich aufgebrochene Tür gab es eine Erklärung: Die Polizei vermutet, dass sie jemand aus Versehen nicht richtig geschlossen hatte.

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Laut Polizei gibt es im Moment keine Hinweise darauf, dass der Vorfall in Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Giftanschlag im selben Gebäude im August stehen könnte. Trotzdem seien die Seiteneingänge des Gebäudes vorerst mit Flatterband abgesperrt worden, erklärte ein Polizeisprecher. Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten das Gebäude am Montagmorgen nur über den Haupteingang betreten.

Mehr als 1.000 Spuren nach Giftanschlag

Am 23. August waren sieben Menschen an der TU Darmstadt mutmaßlich vergiftet worden. Ein 30 Jahre alter Mann war zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Das Gift wurde in Milchtüten und Wasserbehältern nachgewiesen.

In dem Fall ermittelt eine 50-köpfige Mordkommission. Zuletzt teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass man inzwischen mehr als 1.000 Spuren auswerte. Weil eine "fast nicht überschaubare Menge an Personen" Zugang zu dem Gebäude auf dem Campus Lichtwiese hatte, seien die Ermittlungen aber schwierig.