Der Komiker Mario Barth auf der Bühne.

Weil er in einem ICE seine Corona-Maske nicht durchgängig trug, wurde Mario Barth hinausgeworfen. Während der Berliner Komiker sich über den Vorfall lustig macht, hat die Deutsche Bahn kein Verständnis.

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Mario Barth fliegt nach Maskenstreit aus ICE

hs
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Der Komiker Mario Barth hat am Freitagabend in Hanau einen Zug der Deutschen Bahn verlassen müssen. Der Zugbegleiter hatte die Bundespolizei gerufen, da Barth im Abteil des ICE seine Maske nicht getragen habe. Das Portal t-online.de berichtete zuerst darüber. Eine Bahn-Sprecherin in Berlin bestätigte am Sonntag den Vorfall auf hr-Nachfrage.

Der ICE war von Berlin nach Frankfurt unterwegs. Beamte der Bundespolizei schritten der Sprecherin zufolge gegen 18.45 Uhr in Hanau ein. Der Zug habe danach ohne größere Verspätung die Fahrt zum Zielbahnhof fortsetzen können.

Nur kurze Pausen zum Trinken und Essen

Die Sprecherin sagte, die Maskenpflicht gelte für alle. Fahrgäste würden auf vielfältige Art und Weise - darunter Hinweisschilder, Anzeigen und Durchsagen - darauf aufmerksam gemacht, dass sie bis auf kurze Pausen zum Trinken und Essen die Maske über Mund und Nase die gesamte Reise über tragen müssen. Dass Fahrgäste sich nicht daran halten, komme immer wieder vor, sagte die Sprecherin. Der Zugbegleiter könne dann wie im vorliegenden Fall von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Fahrgast des Zuges verweisen.

Der Komiker sagte in einem auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Video: "Ich hatte vorhin die Maske runter, in einem geschlossenen Waggon, nee, Abteil." Die Bahn-Sprecherin sagte, ob man im Großraum sitze oder in einem Abteil, mache bei der Maskenpflicht keinen Unterschied, auch wenn man alle Plätze im Abteil reserviert habe und die Abteiltür geschlossen sei.

"Ich dachte, Maske ist vorbei"

Er sei von dem Zugbegleiter angeschrien worden, sagte Barth im Video. Diesem habe nicht gefallen, wie er trinke. Im Speisewagen dürfe man auch ohne Maske sitzen, monierte Barth. "Ich dachte, Maske ist vorbei."

Er habe zuvor ein Livevideo aus dem Zug gemacht, ohne dabei die Maske zu tragen, wie Barth selbst einräumte. Er sprach dennoch von Willkür. Der Zugbegleiter habe ein "persönliches Problem mit ihm". Barth, der in seinen Programmen regelmäßig Witze auf Kosten von Frauen macht, spekulierte darüber, dass der Zugbegleiter ihn wohl nicht möge - weil seine Freundin ihn sehr wohl lustig finde.

Nachdem Barth und seine Begleiter von den Polizisten aus dem Zug begleitet worden waren, stellten die Beamten auf dem Bahnsteig in Hanau noch Barths Identität fest und machten eine standardmäßige Fahndungsabfrage. Barth nahm nach eigenen Angaben ein Taxi zum Frankfurter Flughafen. Er wolle den Vorfall nun von seinen Anwälten juristisch klären lassen.

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