2er Kombo mit Queen Elizabeth und einem Foto gleichnamigen Rosen

Seit dem Tod der britischen Königin stößt eine Pflanze bei Blumenliebhabern auf besonderes Interesse: die Queen-Elizabeth-Rose. Im Rosen-Mekka in Bad Nauheim-Steinfurth gibt es schon gezielte Anfragen.

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Rosensorte "Queen Elizabeth" lockt Fans nach Steinfurth

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Zartrosa Blüte, langlebig und leicht in der Pflege: So beschreibt Manuela Dräger die Eigenschaften der sogenannten Queen-Elizabeth-Rose, die derzeit im Rosenpark Dräger im Bad Nauheimer Ortsteil Steinfurth (Wetterau) blüht.

Insgesamt wachsen dort über 800 Rosensorten, doch seit dem Tod von Queen Elizabeth II. genießt die gleichnamige Rose mehr Aufmerksamkeit als die anderen, sagt Dräger: "Wir haben tatsächlich schon ein paar gezielte Anfragen erhalten, ob wir die Queen-Elizabeth-Rose gerade im Sortiment haben." Das Interesse an der Pflanze sei insgesamt deutlich gestiegen.

Monarchin und Rose haben mehrere Eigenschaften gemein

Dass die Nachfrage nach bestimmten Rosensorten steigt, wenn eine berühmte Persönlichkeit verstirbt, sei nicht ganz ungewöhnlich, sagt die Rosenexpertin. Auch nach dem Tod des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl habe es beispielsweise ein erhöhtes Interesse an der Helmut-Kohl-Rose gegeben, erinnert sie sich.

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Steinfurtherin züchtet Blumenhit "Queen-Elizabeth-Rose"

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Besonders schön an der Queen-Elizabeth-Rose sei aber nicht nur der Name, sondern auch, dass sie tatsächlich ein paar Eigenschaften mit der Monarchin teilt. "Außerlich ist da beispielsweise die anmutige Blüte", schwärmt Dräger. Herausstechend sei aber vor allem ihre Robustheit und Beständigkeit. "Ähnlich wie auch die Queen", sagt die Rosenexpertin und lacht.

Eine weitere Eigenschaft der hoheitlichen Rose sei zudem die leichte Pflege. Als Tiefwurzler könne sie auch ohne große Mengen Wasser gut überleben. Wenn man sie einmal im Frühjahr zurückschneidet, würden die zartrosanen Blüten zuverlässig nachkommen und somit viel Freude im Garten bereiten, versichert Dräger.

Queen-Elizabeth-Rose ist knapp 70 Jahre alt

Gezüchtet wurde die Queen-Elizabeth-Rose im Jahr 1954 erstmals von einem amerikanischen Rosenzüchter - kurz nach der Thronbesteigung der Monarchin. Damals habe man natürlich noch nicht gewusst, wie schön und beständig sie einmal werden würde, so Dräger: "Wenn man als Rose so viele Jahre auf dem Markt mithalten kann, ist das schon etwas Besonderes."

Prächtiges Rosenbeet mit rosafarbenen  Queen-Rosen

Wie groß die Nachfrage nach der Queen-Elizabeth-Rose tatsächlich noch wird, könne man jetzt noch nicht abschätzen. Im Herbst erwarte man beim Rosenpark Dräger rund 250 neue Pfanzenstöcke dieser Sorte. Auch der benachbarte Rosenhof Schultheiß habe die Rose aufgrund ihrer Beliebtheit weiterhin im Zuchtsortiment.

Beim Rosenpark Dräger sei derzeit außerdem eine weitere Rosensorte zu Ehren der Queen in der Nachzucht, verrät Manuela Dräger. Bis diese in den Verkauf gehen kann, würde es aber noch ein bis zwei Jahre dauern. Spätestens dann sei aber sichergestellt, dass die Queen auch in Hessen nicht so schnell in Vergessenheit gerät.

Queen am Montag in Windsor beigesetzt

Mit einem der größten Staatsbegräbnisse der Geschichte hat die Welt am Montag Abschied von der Queen genommen. Am Staatsbegräbnis nahm auch Heinrich Donatus Landgraf von Hessen teil, der Ururur-Enkel von Queen Victoria und der Großneffe von Königin Elizabeth II.

Die Königin, die am 8. September mit 96 Jahren gestorben war, wurde am Abend im engsten Kreis ihrer Familie in einer Seitenkapelle der St.-Georges-Kapelle in Windsor beigesetzt.

Prinz Donatus
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