Spaziergänger haben auf einer ehemaligen Müllkippe in Schlüchtern einen menschlichen Schädelknochen entdeckt. Erst kürzlich waren dort die verscharrten Knochen von toten Rindern gefunden worden. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel.

Audiobeitrag
Knochen von illegal entsorgten Rindern liegen auf einer ehemaligen Müllkippe in Schlüchtern.

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Spaziergänger finden menschlichen Schädelknochen

Ende des Audiobeitrags

Am 1. Mai machten Spaziergänger auf der früheren Müllkippe in Schlüchtern (Main-Kinzig) einen grausigen Fund: Sie entdeckten einen Schädelknochen. "Wir gehen davon aus, dass es sich um einen menschlichen Schädelknochen handelt", sagte ein Polizeisprecher dem hr am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der Fuldaer Zeitung.

"Der Knochen ist nach ersten Erkenntnissen echt - und keine Replik aus dem Biologie-Raum." Nach ersten Einschätzungen der Ermittler könnte der Schädel schon mehrere Jahre dort gelegen haben.

Genaueres sollen nun die Gerichtsmediziner in Frankfurt herausfinden, die den Schädel untersuchen. Vor allem soll geklärt werden, wie alt der Knochen ist - und von wem er stammen könnte.

Knochen aus aufgelöstem Grab?

Auf dem früheren Müllplatz waren erst Mitte April verscharrte Knochen von mindestens 27 Rindern entdeckt worden. Einige der Tiere waren Veterinärmedizinern zufolge mit einem Bolzenschussgerät getötet oder mit stumpfen Werkzeugen erschlagen worden, andere könnten aufgrund unbehandelter Krankheiten verendet sein. In dem Fall wird bereits wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutz- und Tierseuchengesetz ermittelt. Noch gebe es aber keine neuen Erkenntnisse.

Der nun gefundene menschliche Schädel stellt die Ermittler vor ein Rätsel. Ermittelt wird in alle Richtungen. Möglicherweise, so eine Vermutung, könnte der Schädelknochen von dem aufgelösten Grab eines Friedhofs stammen. Warum der Knochen aber dann auf dem ehemaligen Müllplatz landete, wäre eine weitere Frage.

Sendung: hr-iNFO, 7.5.2019, 13:20 Uhr