Mehrere Wespen auf einem Wepennest.

Der trockene und warme Frühling beschert Wespen und Hornissen nach Meinung von Experten ein sensationelles Jahr. Für Schädlingsbekämpfer und Naturschützer bedeutet das allerdings viel Arbeit.

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Umsiedlung von Wespennestern

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Die Wespen in Hessen haben besonders von den Wetterbedingungen im Frühjahr profitiert. Aus Wespensicht sei das Jahr 2022 "geradezu sensationell" und "traumhaft", sagte der Biologe und Schädlingsbekämpfer Björn Kleinlogel aus Darmstadt.

Viele Aufträge für Schädlingsbekämpfer

Zwischen Mitte April und Mitte Mai gründeten die Königinnen ihre Nester. Wegen der trockenen und warmen Witterung zu dieser Zeit seien viele der Königinnen durch die Jahreszeit durchgekommen, erklärte Kleinlogel. Das merke er nun an besonders vielen Aufträgen zum Bekämpfen oder Umsiedeln von Wespen- oder Hornissen-Nestern.

Brigitte Martin vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Darmstadt bestätigte diesen Eindruck. "Ich habe enorm viel zu tun als Umsiedlerin, auch als Beraterin", sagte sie. Zwar sei die trocken-warme Witterung günstig für die Insekten – jedoch dürfe es auch nicht zu heiß werden. Auf ungedämmten Dachböden beispielsweise würden die Nester geradezu gegrillt, "insbesondere wenn keine Wasserquelle in der Nähe ist."

"Kuchentisch-Wespen" noch bis in den Herbst erwartet

Einige Wespenarten haben ihre Nester bereits fertig entwickelt. Biologe Kleinlogel schätzte allerdings, dass die "teils nervigen Kuchentisch-Wespen" noch bis Ende Oktober unterwegs sein werden. Während es im Frühjahr genug Nahrungsquellen in der Natur gebe, müssten sich die Wespen im Hochsommer bei ausgedörrten Wiesen häufig Alternativen suchen.

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