Das Baby-Okapi im Frankfurter Zoo

Sie sind die kleinsten Vertreter der Giraffen und gelten als stark gefährdet: Okapis. Nun gibt es sogar eine Baby-Minigiraffe. Denn im Zoo Frankfurt hat es Nachwuchs gegeben.

Eine schöne Nachricht aus dem Zoo zum Jahresbeginn: Bei den als "stark gefährdet" eingestuften Okapis im Frankfurter Zoo hat es Nachwuchs gegeben. Am 10. Dezember brachte Okapi-Weibchen Antonia ein Jungtier zur Welt – vermutlich ein Weibchen, wie die Fellzeichnung nahelegt, so der Zoo Frankfurt in einer Meldung.

Mit einer Gesamthöhe von gerade mal 1,80 Metern sind ausgewachsene Okapis, auch Wald- oder Kurzhalsgiraffen genannt, die kleinsten Vertreter der Giraffenfamilie - Mini-Giraffen sozusagen. Charakteristisch sind ihre zebraartig gestreiften Hinterläufe. Sie gelten als stark gefährdet. Auch in den Zoos sind sie selten. In Frankfurt brachte der ehemalige Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek 1954 das erste Exemplar aus der Demokratischen Republik Kongo nach Deutschland.

Baby Okapis verstecken sich zunächst

Doch die Baby-"Mini-Giraffe" würden Zoobesucher wohl auch erst einmal nicht zu sehen bekommen, selbst wenn der Zoo geöffnet hätte. Denn die Okapi-Jungtiere sind Ablieger, das heißt, sie halten sich in den ersten Wochen ihres Lebens meistens in einem Versteck auf. Im Fall des neuen Okapi Jungens ist das ein für Besucher uneinsichtiger Stall. Das Jungtier verlässt seinen Platz nur, um bei der Mutter zu trinken. In Zukunft könnte sich das aber ändern - denn der Zoo wird umstrukturiert.

Überlebensnotwendig: Artenschutz vor Ort

Seit 2013 wird das Okapi auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als "stark gefährdet" geführt. "Man geht derzeit davon aus, dass es nur noch einige tausend Individuen gibt", so die Experten des Frankfurter Zoos. So Gründe seien, dass der Lebensraum, der tropische Regenwald in der DR Kongo, immer mehr verloren gehe, zudem gebe es eine lokale Nachfrage nach "Bushmeat".

Zoodirektor Dr. Miguel Casares freut sich über die Nachzucht, betont aber auch dass der Schutz vor Ort wichtig ist: "Unsere Partnerorganisation, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF), betreibt ein Schutzprogramm im Lomami-Nationalpark in der DR Kongo. Ziel des Programms ist es, gemeinsam mit lokalen Partnern eine funktionierende Nationalparkverwaltung aufzubauen und die Tier- und Pflanzenwelt des Ökosystems zu schützen", so Casares. Um das Gebiet effektiv und nachhaltig schützen zu können, seien finanzielle Mittel nötig.