Bundespolizei Terror-Übung
Terror-Übung der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen. Bild © Bundespolizei Frankfurt

Rund 1.000 Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei sowie dem Zoll haben am Frankfurter Flughafen eine mehrstündige Anti-Terror-Übung durchgeführt. Polizeianwärter mimten die Terroropfer.

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Nach einer großen Anti-Terror-Übung am Frankfurter Flughafen hat die Bundespolizei am Donnerstagmorgen ein positives Fazit gezogen. "Die Übung hat gezeigt, dass unsere bestehenden Sicherheitskonzepte grundsätzlich funktionieren", sagte ein Sprecher der Bundespolizei nach der mehrstündigen Übung in der Nacht zum Donnerstag.

Polizeianwärter mimen Terroropfer

Bei der Übung spielten rund 1.000 Beteiligte von Bundespolizei, Landespolizei und Zoll unter anderem ein Szenario durch, bei dem mehrere Angreifer im Bereich des Terminals auf Passagiere schossen. Diese wurden von mehreren hunderten beteiligten Polizeianwärtern gemimt. Um die Situation möglichst realistisch erscheinen zu lassen, schminkte man einigen der Beteiligten sogar schwere Verletzungen auf.

Ziel der verschiedenen Übungsszenarien zu lebensbedrohlichen Einsatzlagen war die Intensivierung der Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden. Die Reaktion der ersten Einsatzkräfte, die auf einen Terrorangriff reagieren müssen, sollte geübt werden. Zudem sollte die Kommunikation der Sicherheitsbehörden am Flughafen optimiert werden.

Terror-Übung Flughafen Frankfurt
"Festnahme" von Statisten bei Terror-Übung am Flughafen Bild © Bundespolizei Frankfurt

Die Großübung fand laut Bundespolizei in einem abgetrennten Bereich des Flughafens unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Flughafenbetrieb sei nicht beeinträchtigt worden. In den nächsten Wochen soll die Übung anhand von Filmaufnahmen ausführlich analysiert werden, um herauszufinden, wo mögliche Schwachstellen lagen und wie sich die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden noch verbessern lässt.

März 2018: Schüsse und Explosionen am Hauptbahnhof

Laut Bundespolizei handelte es sich um die bislang größte Übung dieser Art am Frankfurter Flughafen. Eine ähnliche Übung mit mehreren hundert Einsatzkräften und Statisten hatte es im März vergangenen Jahres am Frankfurter Hauptbahnhof gegeben. Dazu war ein Bereich des Bahnhofs mit Trennwänden abgesperrt worden.

Die Reisenden bekamen seinerzeit dennoch einiges von der Übung mit. Schüsse und Explosionen hallten durch das Bahnhofsgebäude. Zudem mussten einige Züge verlegt werden. Vor dem Bahnhof waren Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht unterwegs.