Risse in der Mauer am Modau-Ufer in Pfungstadt

In Pfungstadt droht eine Ufermauer entlang der Modau einzustürzen. Ratten haben sich ausgiebig durch das Erdreich gegraben und das Fundament beschädigt. Bei Hochwasser kann das gefährlich werden.

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Tiefe Risse sind zu sehen, auf dem Grünstreifen gibt es große Einstiegslöcher: Nager haben in Pfungstadt (Darmstadt-Dieburg) das Erdreich an einem Uferstück der Modau dermaßen ausgehöhlt, dass nun die Befestigungsmauer zu brechen droht. Die Tiere haben sich vom Wasser aus unterirdisch hinter das Mauerwerk genagt und ein Netz von unzähligen Gängen gebaut.

Die brüchige Mauer kann zur Gefahr werden. "In die Hohlstellen dringt bei hohem Wasserstand Wasser ein und hinterspült die Mauer", sagt Roland Grießer, Abteilungsleiter Straßen- und Tiefbau der Stadt Pfungstadt. Der feinkörnige Sand könne dann schnell ausgespült werden. Auch für Teile der benachbarten Straße bestehe die Gefahr, dass sie durch die Unterspülungen absinken oder einstürzen könnte.

Stadt will Mauer schnell sanieren

Pfungstadt ist in diesem Bereich auf Sand gebaut. Schon einmal ist eine Hausfassade während einer Sanierung eingestürzt - in der Sandstraße. So weit soll es an der Modaumauer nicht kommen. Bürgermeister Patrick Koch (SPD) verspricht schnelle Abhilfe: "Wir müssen die Mauer ad hoc sichern." Während der Sanierung der Mauer soll ein Stahlrohr den freien Fluss der Modau weiter ermöglichen.

Wer genau das Erdreich so schlimm zernagt hat, ist noch gar nicht klar. In Frage kommen neben Ratten auch Bisamratten oder Nutrias. Damit bei der Sanierung keine im Wasser lebenden Tiere zu Schaden kommen, werde sich die Stadt noch diese Woche mit der Unteren Wasserbehörde abstimmen, sagte Thomas Fischer vom Bauamt dem hr.