Eine Kamera am Frankfurter Hauptbahnhof

Nach der tödlichen Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof hat die Deutsche Bahn begonnen, die Videoüberwachung zu modernisieren. Zudem werden zusätzlich zahlreiche neue Kameras angebracht.

Mehr Kameras sollen künftig für mehr Sicherheit sorgen: "Im Frankfurter Hauptbahnhof ist inzwischen ein Drittel der 300 neuen Kameras installiert", sagte ein Bahn-Sprecher. Es gäbe zwar schon 100 Kameras, aber diese seien alt und würden ersetzt. Zusätzlich würden 200 weitere aufgehängt.

Für die Bahn dient die Videotechnik nach eigenen Aussagen in erster Linie zur Beobachtung und Überwachung des Betriebs und zur Hausrechtswahrung. Abwehr von Gefahren und Strafverfolgung seien Sache der Bundespolizei, die an den Bahnhöfen bundesweit zuständig ist.

Kind wird Opfer einer tödlichen Attacke

Ein Fahrradfahrer legt an Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs Blumen für den getöteten Achtjährigen ab.

Ende Juli hatte ein tödlicher Angriff am Frankfurter Hauptbahnhof ganz Deutschland erschüttert: Ein Mann hatte ein achtjähriges Kind und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Junge starb noch im Gleisbett, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten.

Der Tatverdächtige, ein Familienvater aus Eritrea, ist derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht und wartet auf seinen Prozess. Nach dem Vorfall hatten Bundesregierung und Bahn mehr Sicherheit an Bahnhöfen vereinbart.

Wie die Bahn kürzlich erklärte, wird ab 2021 auch der Kasseler Bahnhof Wilhelmshöhe Kameras bekommen. Bisher gibt es dort keine Videoüberwachung.