Blaulicht

Acht junge Männer steigen nachts am Marburger Hauptbahnhof in einen Bus und attackieren sofort zwei andere Fahrgäste. Am Ende sind neun Menschen verletzt und drei festgenommen.

In Folge einer Auseinandersetzung unter jungen Männern sind in der Nacht auf Samstag in Marburg neun Menschen verletzt worden. Es traf acht Fahrgäste eines Linienbusses und dessen Fahrerin.

"Die Hintergründe des Geschehens liegen momentan noch völlig im Dunkeln", teilte die Polizei mit. Über den Ablauf gibt es mehr Klarheit: Demnach betraten kurz nach Mitternacht am Hauptbahnhof acht junge Männer den Bus der Linie 14. Sofort griffen sie nach Angaben von Zeugen zwei 18 und 19 Jahre alte Fahrgäste an.

Busfahrerin beim Schlichten geschlagen

Erst sei zugeschlagen worden, dann habe einer der Angreifer zum Pfefferspray gegriffen. Schließlich seien die Angreifer geflohen. Um die acht Fahrgäste, die das Spray abbekamen, kümmerte sich die herbeigerufene Besatzung eines Rettungswagens.

Die 33 Jahre alte Busfahrerin kam vorsorglich in die Uni-Klinik. Sie hatte zum Reizgas noch einen Schlag gegen den Kopf abbekommen, als sie schlichten wollte. Zu Ende war die Sache damit nicht.

Ausnüchterungszelle

Als zwei der Verletzten eine Stunde später nach ärztlicher Versorgung von einem Angehörigen abgeholt wurden, entdeckten sie bei der Heimfahrt aus dem Auto heraus drei mutmaßliche Angreifer. Es kam erneut zu einer Schlägerei. Eine in der Nähe stehende Polizeistreife griff ein. Sie nahm die drei Männer fest, die bei der Busattacke dabeigewesen sein sollen und steckte sie in eine Ausnüchterungszelle.

Die Polizei hofft bei der Aufklärung auf Zeugenhinweise.