Bei der Heimfahrt von einem Klassenausflug mit dem Bus sind mehrere Schüler kollabiert, zwei kamen ins Krankenhaus. Der Fahrer ließ 58 Teilnehmer an einer Raststätte aussteigen - und setzte die Fahrt alleine fort.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schüler werden nach Kreislaufproblemen an Autobahnraststätte behandelt

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An der Raststätte Reinhardshain Nord an der A5 bei Grünberg (Gießen) endete am Freitag für 54 Schüler im Alter von etwa 12 Jahren ein Schulausflug. Zehn von ihnen mussten sich dort ärztlich behandeln lassen, nachdem sie über Übelkeit und Kreislaufprobleme geklagt hatten. Vier Rettungswagen und ein Notarzt waren vor Ort.

Der Bus mit den beiden Schulklassen war auf der Rückfahrt von Bad Karlshafen (Kassel) nach Ober-Ramstadt (Darmstadt-Dieburg). Bereits in Bad Hersfeld hatten zwei Schüler wegen Kreislaufproblemen den Bus verlassen und waren in ein Krankenhaus gebracht worden. Danach setzte der Bus seine Fahrt fort.

Busfahrer fährt alleine weiter

Als weitere Schüler über Symptome klagten, fuhr der Bus gegen 13.30 Uhr die Raststätte in Mittelhessen an. Alle Schüler und die vier Betreuer stiegen dort aus. Zehn Schüler und eine 39 Jahre alte Lehrerin wurden von zwei Notärzten behandelt.

Unterdessen fuhr der Busfahrer ohne Insassen weiter. Der 72-Jährige wurde gegen 15 Uhr in Südhessen ausfindig gemacht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft stellten die Beamten den Bus sicher.

Möglicherweise Defekt am Bus

Weshalb der Busfahrer alleine die Rückreise antrat, werde noch ermittelt, ebenso, ob es einen technischen Defekt am Bus gab, so die Polizei. Das Fahrzeug gehöre einem Unternehmen aus dem südhessischen Raum.

Die von Symptomen betroffenen Personen an der Raststätte wurden nach der Behandlung wieder aus der ärztlichen Obhut entlassen. Ein Ersatzbus traf dort ein, um die Schüler und ihre Betreuer wieder aufzunehmen. Einige Eltern holten ihre Kinder auch selbst ab.

Sendung: hr-iNFO, 24.05.2019, 18.20 Uhr