Die hessische Polizei ist nach Angaben eines Ermittlers im "NSU 2.0"-Prozess seit Bekanntwerden undichter Stellen "erheblich sensibilisiert" im Umgang mit Anfragen nach persönlichen Daten.

Ein Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) sagte am Donnerstag als Zeuge vor dem Landgericht Frankfurt, die Polizeiführung habe darauf hingewirkt, dass Auskünfte an unbekannte Anrufer oder Mail-Adressen nur gegen Bekanntgabe eines Kennwortes erfolgen. Das sei jedoch nicht konsequent angewendet worden. Der Angeklagte soll für Drohbriefe Daten über die Polizei erhalten haben.