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Audioseite Inzidenz in Frankfurt auf Rekordwert

Symbolbild Omikron-Variante

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter und weiter. Frankfurt weist die hessenweit mit Abstand höchste Inzidenz auf, Darmstadt, Fulda und Wiesbaden gelten ebenfalls schon als Hotspot. Nun werden auch in Offenbach die Regeln verschärft.

Mit den Jahren steigern sich die Prüfungen, hat der große Goethe einst geschrieben - ohne zu wissen, dass er damit knapp zwei Jahrhunderte später auch die Situation in seiner Geburtstadt umreißen würde. Mit dem neuen Jahr steigert sich in Frankfurt die Zahl an Corona-Neuinfektionen immer weiter. Und damit auch die Prüfungen, um die Entwicklung zu brechen.

Omikron schuld am "diffusen Ausbruchsgeschehen"

Bei 628,1 liegt am Sonntag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Goethe-Stadt. Frankfurt weist damit die mit Abstand höchste Inzidenz in ganz Hessen auf, 707 neue Infektionen hat es im Vergleich zum Vortag gegeben. Dabei handele es sich um ein "diffuses Ausbruchsgeschehen", teilte das Gesundheitsamt jüngst mit.

Ein Begriff, der sprachlich wohl auch den Dichter Goethe gegraust hätte, der die Ämter vor allem aber auch ratlos macht - denn größere Ausbrüche, etwa in Heimen, können sie derzeit nicht zu vermelden. "Es ist davon auszugehen, dass die Omikron-Variante den Hauptanteil an dem neuerlichen Anstieg hat", hieß es demzufolge.

Mit verschärften Hotspot-Regeln soll der Anstieg gebrochen werden. Die gestiegenen Prüfungen lauten in Frankfurt, wie in allen anderen hessischen Hotspots auch, nun: 2G-plus für Veranstaltungen im Bereich Sport oder Kultur (mit mehr als zehn Personen), für Kinos, Gastronomie und touristische Übernachtungen in Innenräumen, 2G draußen.

Nach der 2G-plus-Regel muss zusätzlich zum Impf- oder Genesenen-Nachweis (2G) ein aktueller Negativ-Test (plus) gezeigt werden. Wird eine Auffrischungsimpfung (Booster) nachgewiesen, braucht es keinen zusätzlichen Negativtest. Wer allerdings doppelt geimpft ist, erkrankt und danach genesen ist, muss weiterhin einen negativen Test vorweisen.

Im privaten Bereich müssen Veranstaltungen drinnen auf 50 Personen, im Freien auf 200 Personen begrenzt werden. Hinzu kommen Maskenpflicht-Bereiche in den Innenstädten.

Auch Offenbach wird Hotspot

Neben Frankfurt gelten auch Darmstadt, Fulda und Wiesbaden bereits als Hotspots. Als nächstes wird die Stadt Offenbach ihre Regeln verschärfen, wie sie am Sonntag mitteilte. Auch hier übertraf die Inzidenz drei Tage in Folge den Schwellenwert von 350 Neuinfektionen und liegt nun bei 435,5.

Ab Montag muss dann wieder von 8 bis 22 Uhr eine medizinische Schutzmaske oder eine FFP2-Maske in der Fußgängerzone getragen werden. Der Bereich zwischen Marktplatz und Kaiserstraße sowie zwischen Berliner Straße und Geleitsstraße gilt dann als Maskenzone. Dort ist ebenso wie im Martin-Luther-Park der Konsum von Alkohol im Freien verboten. Nach der Stadt könnte ab Dienstag auch der Kreis Offenbach zum Hotspot werden: Hier lag die Inzidenz am Sonntag bei 457 und damit zum zweiten Mal in Folge über 350.

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Mit dem Hochtaunuskreis (430,3), dem Landkreis Fulda (415,2) und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg (355,1) lagen zudem drei weitere Kreise am Sonntag über dem Grenzwert.

Die Hotspot-Regelungen treten außer Kraft, sobald der Inzidenz-Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterhalb der Schwelle von 350 liegt.

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