Die Haare einer Besucherin werden in Münzenberg (Hessen) auf einem der beiden Türme der Burganlage vom starken Wind zerzaust.

Frühlingshafte Temperaturen im Februar: Am Sonntag wird es warm - aber trotzdem ungemütlich. Grund ist ein Tief über dem Nordatlantik.

Ein rekordverdächtiges Wochenende steht ins Haus. Der wärmste jemals Mitte Februar gemessene Tag hierzulande ist der 20. Februar 1990. Damals wurden in Schaafheim-Schlierbach (Darmstadt-Dieburg) 18,4 Grad gemessen, wie hr-Meteorologe Mark Eisenmann berichtet. Ganz so warm wird es zwar vermutlich nicht, "aber es ist mit an der Oberkante dessen, was jemals gemessen wurde".

11 bis 17 Grad sollen es nun werden am Sonntag. Grund dafür ist das Orkantief Victoria, das über dem Nordatlantik in der Nähe von Island unterwegs ist und subtropische Luft von den Azoren mitbringt.

Teilweise regnet es

Los geht es schon am Samstag - da werden milde 7 bis 13 Grad erwartet. Das Wetter wird "ein Mischmasch", sagt Eisenmann, mit teils dichten Wolken, im Süden aber auch schon größeren Sonnenanteilen.

Am Sonntag wird es dann richtig warm, mit vielerorts um die 15 und im südlichen Rhein-Main-Gebiet bis zu 17 Grad. In der Nordhälfte kann es zwar noch etwas regnen, aber am Nachmittag ist vor allem im Süden mit mehr Sonne zu rechnen.

Sturmböen auf den Bergen

Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass man sich entspannt mit Kaffee und Kaltgetränk in die Sonne setzen kann. Im Gegenteil: Es wird wieder windig. Auf den Bergen und bis in die tieferen Lagen soll es Sturmböen geben, und auch sonst erwarte er "spürbaren Wind", sagt Eisenmann.

Zum Wochenbeginn erhält das Wetter dann wieder einen Dämpfer. Zunächst zieht in der Nacht zum Montag eine Kaltfront durch, die Regen mitbringt, im Lauf des Montags klart es aber größtenteils auf. "Mitte der Woche haben wir dann wieder der Jahreszeit entsprechende Werte", sagt Eisenmann.

Sendung: hr-fernsehen, alle wetter!, 14.02.2020, 19.15 Uhr