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Osterferien-Staus: ADAC rechnet mit viel Verkehr am Wochenende

Stau auf Autobahn

Zum Start der Osterferien wird an diesem Wochenende mit deutlich mehr Verkehr auf den hessischen Autobahnen gerechnet. Umfahren sollte man die Staus aber nur in Ausnahmefällen, rät der ADAC. Auch am Frankfurter Flughafen wird es voll werden.

Am Freitag starten nicht nur die Osterferien in Hessen, sondern auch in sieben weiteren Bundesländern - entsprechend voll dürfte es auf den Straßen werden.

"Wer an diesem Wochenende unterwegs ist, wird dem Stau kaum entgehen", teilte der ADAC mit. Auf den Autobahnen in Ballungsräumen und auf den wichtigsten Reiserouten soll es demnach am Freitagnachmittag und Samstag zu teilweise starkem Verkehr kommen.

Großraum Rhein-Main, A3, A5 und A7 betroffen

Die meisten, die in den Urlaub fahren, wollen laut ADAC in die Alpen, in südliche Länder oder zur Küste. Die Spitzenzeiten liegen demnach am Freitag zwischen 13 und 19 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils zwischen 8 und 12 Uhr und 16 bis 20 Uhr. Ein Stauchaos erwartet der ADAC aber nicht.

Besonders eng wird es laut Prognosen rund um das Rhein-Main-Gebiet sowie auf den Fernverbindungen der Autobahnen 3, 5 und 7. Der Berufsverkehr würde die Verkehrsbelastung am Freitag zusätzlich erhöhen.

ADAC rät: Stau nicht umfahren

Hessen sei ein Transitland, erklärt Manuela Simon vom ADAC Hessen-Thüringen: "Geografisch liegt unser Bundesland sehr verkehrsgünstig - das nutzen alle anderen aber auch", so Simon. Beispielsweise Urlauber aus Nordrhein-Westfalen müssten, wenn sie in den Süden wollen, in der Regel durch Hessen fahren.

Wer in einen größeren Stau kommt, sollte diesen aber besser nicht umfahren. "Das lohnt sich nicht", sagt Simon. Die Umfahrungsstraßen seien bei größeren Staus sehr schnell überlastet. Sie rät, lieber durchzuhalten oder eine Pause an einer Raststätte einzulegen. Nur bei einer Vollsperrung sollten Autofahrer unbedingt von der Autobahn abfahren.

Staus außerhalb Hessens

Staus könnten außerhalb Hessens vor allem rund um München, Köln und Stuttgart auftreten; ebenso auf der A1 von Hamburg über Bremen und Dortmund nach Köln, der A8 von Karlsruhe über Stuttgart und München nach Salzburg, der A9 zwischen Berlin und München und dem Berliner Ring.

Im benachbarten Ausland seien es die Brenner-, Tauern- und Gotthardroute, die der ADAC als besonders staugefährdet einstuft. Autofahrer sollten Wartezeiten von rund 30 Minuten an den Hauptgrenzübergängen einkalkulieren.

Fraport: 170.000 Reisende pro Tag

Mit mehr Reisenden rechnet auch der Frankfurter Flughafen: Flughafenbetreiber Fraport kalkuliert zu den Osterferien mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen - und warnte bereits vor längeren Wartezeiten. Prognostiziert sind einer Mitteilung zufolge bis zu 170.000 Reisende pro Tag.

Verzögerungen drohen Fraport zufolge vor allem bei den Sicherheitskontrollen und bei der Gepäckausgabe bei der Rückkehr. "Insbesondere am späten Vormittag und in den frühen Nachmittagsstunden werden uns extreme Aufkommensspitzen vor eine große operative Herausforderung stellen", sagte Fraport-Manager Alexander Laukenmann. Trotz umfangreicher Maßnahmen unter anderem zur Rekrutierung von Mitarbeitern stehe noch nicht überall wieder in ausreichendem Maß Personal zur Verfügung.

Wegen Personalengpässen bei der Fraport mussten Airlines am Frankfurter Flughafen zu Beginn der Osterreisewelle sogar vereinzelt Flüge streichen. Es handele sich vorwiegend um Zubringerflüge im Inland, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Donnerstag. "Wir versuchen, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und die Gäste auf die Bahn umzubuchen." Zur Zahl der betroffenen Verbindungen wurden keine Angaben gemacht.