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Audioseite Drogen aus Wohnmobil auf A66 verteilt

Zerstörtes Wohnmobil

Als ein Lastwagen auf der A66 mit einem Wohnmobil zusammenstößt, verteilen sich über 100 Kilogramm Drogen mitten auf der Autobahn. Und das alles nur, weil der Fahrer mal auf Toilette musste.

"Auf der Autobahn liegen ganz viele Drogen herum." Diese Meldung ist am Dienstagvormittag bei der Autobahnpolizei Langenselbold (Main-Kinzig) eingegangen. Marihuana hatte sich auf der A66 in Richtung Fulda über die Fahrbahn verteilt. Auf dem Standstreifen: die Reste eines Wohnmobils. Was hier passiert ist, kommentiert die Polizei in einer Mitteilung wie folgt: "Das lief im wahrsten Sinne des Wortes einfach sch..."

Polizisten wühlen in den Trümmern eines verunfallten Wohnmobils auf der Suche nach Drogen

Fahrer musste mal

Demnach hatte der Fahrer sein Wohnmobil auf Höhe der Ausfahrt Bad Orb/Wächtersbach auf dem Standstreifen abgestellt, weil er "dringend mal groß musste". Während der Mann sich auf die Toilette zurückgezogen habe, so schildert es die Polizei, habe ein Lastwagen mit Wucht das Heck des Wohnwagens gerammt.

Dabei wurde die Außenwand aufgerissen, und eine größere Menge Marihuana verteilte sich auf der Fahrbahn. "Ganz offensichtlich waren die Drogen in sämtlichen Hohlräumen und auch im Dach des Urlaubsmobils versteckt gewesen", berichtete die Polizei. "Die Fahrbahn in Richtung Fulda und die angrenzende Böschung war nach dem Unfall von 1-Kilogramm-Päckchen mit Marihuana regelrecht übersät."

Insgesamt sammelten die Beamten nach neuesten Angaben vom Mittwoch 135 Kilogramm Marihuana auf der Autobahn ein. Um die Autobahn wieder drogenfrei zu bekommen, waren etliche Beamte im Einsatz.

Herkunft der Drogen unklar

Marihuana auf der A66

Woher die Drogen kamen, wird noch untersucht.Sowohl der 67 Jahre alte Wohnmobil-Fahrer als auch seine 40 Jahre Beifahrerin wurden bei dem Unfall verletzt, teilt die Polizei mit. Bislang sei keiner von beiden polizeilich aufgefallen. Jetzt wird ihnen die illegale Einfuhr von Drogen vorgeworfen.

Fahrer und Beifahrerin vor dem Haftrichter

Beide sollten noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Dem Mann wird außerdem Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen: Denn das Wohnmobil sei mit den Drogen so überladen gewesen, dass sein Führerschein bis 3,5 Tonnen nicht mehr ausreichend gewesen sei.

Die Polizei konnte nach eigener Aussage auch den Besitzer des Wohnmobils ausfindig machen: Einen Berliner, der schon öfter mit Drogendelikten aufgefallen sei.

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