Die Angeklagte vor dem Landgericht Hanau.
Die Angeklagte vor dem Landgericht Hanau. Bild © picture-alliance/dpa

Das Landgericht Hanau hat eine 35 Jahre alte Frau wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Frau hatte ihren Lebenspartner getötet und mit einer Motorsäge zerstückelt.

In dem Aufsehen erregenden Fall um einen getöteten 47-Jährigen hat das Hanauer Landgericht die angeklagte Partnerin des Opfers wegen Mordes verurteilt. Die Frau muss lebenslang ins Gefängnis, wie das Gericht am Donnerstagnachmittag urteilte. Eine von der Angeklagten angeführte Notwehr hielt das Gericht für nicht plausibel.

Angeklagte zersägte Leiche in sechs Teile

Nach Auffassung des Gerichts hatte die 35-Jährige im Juni 2018 ihren 47 Jahre alten Lebensgefährten in der gemeinsamen Wohnung in Steinau an der Straße (Main-Kinzig) mit mehr als 30 Messerstichen umgebracht und danach seine Leiche mit zwei Elektro-Motorsägen in sechs Teile zerlegt.

Die Frau räumte die Bluttat ein, will diese aber aus Notwehr begangen haben. Der 47-Jährige habe sie wie im Wahn angegriffen und heftig gewürgt. Da die Angeklagte sich aber bei ihren Aussagen in Widersprüche verstrickte, folgte das Gericht ihrer Schilderung nicht.

Ermittler tragen Sarg aus Wohnung.
Ermittler tragen Leichenteile aus einer Wohnung in Steinau. Bild © osthessen-news.de

Die Angeklagte hatte die Polizei mehrere Tage nach der Attacke über die Tat per Brief informiert. Die Staatsanwaltschaft ging zunächst von Totschlag aus, warf der 35-Jährigen dann aber heimtückischen Mord vor, weil sie ihren Partner im Schlaf attackiert haben soll.

Die Frau lebte seit 2017 in Steinau, sie hat mehrere Kinder. Die Kinder wohnten laut Staatsanwaltschaft nicht bei dem Paar.

Sendung: hessenschau kompakt, 31.1.2019, 16:45 Uhr