Zimmerbrand Krankenhaus Wetzlar

Nach dem Zimmerbrand im Wetzlarer Krankenhaus geht die Polizei von Brandstiftung aus. Bei dem Feuer am Sonntag war ein Millionenschaden entstanden.

Ein offenbar verwirrter Patient soll im Wetzlarer Krankenhaus eine Matratze fahrlässig in Brand gesetzt haben. Das berichtete eine Polizeisprecherin am Montag. Der 50-Jährige kam in ein psychiatrisches Krankenhaus. Weitere Details zur Brandursache sind bislang nicht bekannt.

Das Feuer war am Sonntagmorgen in einem unbenutzten Krankenzimmer ausgebrochen. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Raum bereits voll in Flammen. Der Rauch breitete sich auf der gesamten Etage aus, die evakuiert werden musste. Die betroffenen Patienten wurden auf andere Stationen verlegt.

Komplettes Stockwerk muss renoviert werden

Bei drei Menschen bestand zunächst der Verdacht, dass sie durch Rauchgase verletzt wurden. Ein Arzt habe später aber keine Verletzungen festgestellt, teilte die Polizei weiter mit.

Der Sachschaden wurde auf eine Million Euro geschätzt. "Das komplette Stockwerk muss renoviert werden", sagte eine Polizeisprecherin hessenschau.de. Dort sei alles verraucht und verrußt. So müssten zum Beispiel alle Geräte gesäubert und Wände neu gestrichen werden.

200 Einsatzkräfte vor Ort

Etwa 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten waren im Einsatz. Sie konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen.

Sendung: hr-iNFO, 16.12.2018, 12.00 Uhr