Das bei einer Hochzeit gegebene Versprechen einer Pilgerreise nach Mekka ist gerichtlich in Deutschland nicht grundsätzlich einklagbar.

Das hat das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt in einem am Montag veröffentlichten Urteil entschieden. Die sogenannte Morgengabe sei eine im Islam verankerte kulturelle Vereinbarung und passe nicht in das deutsche Familienrecht, befanden die Richter. Geklagt hatte eine Frau, der bei ihrer Hochzeit eine Hadsch versprochen worden war. Nach der Scheidung wollte sie das Geld für die Reise einklagen.