14 Mitarbeitern eines Entsorgungsbetriebs in Waldbrunn ist plötzlich übel geworden. Neun von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei geht von einem Arbeitsunfall aus, eine Straftat wird ausgeschlossen.

Audiobeitrag

Audio

Audioseite Großeinsatz für Rettungskräfte in Waldbrunn

Notarzt und Rettungswagen im Einsatz
Ende des Audiobeitrags

Nachdem in einem Sanierungs- und Entsorgungsbetrieb in Waldbrunn-Fussingen (Limburg-Weilburg) am Dienstag 14 Menschen zum Teil schwer verletzt worden sind, geht die Polizei inzwischen von einem Arbeitsunfall aus. Eine Straftat wird ausgeschlossen.

Die Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebes sind den Angaben zufolge am Dienstagvormittag mit kontaminierten Arbeitsgeräten in Berührung gekommen - Unterdruckgeräte, die die Firma an andere Betriebe verleiht. Diese Geräte warem demnach noch nicht gereinigt worden.

Verletzten geht es besser

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, haben die Mitarbeiter die Geräte zur Seite gerückt, dabei müssen giftige Gase freigesetzt worden sein, die sie eingeatmet haben. Um welchen Stoff es sich genau handelte, steht noch nicht fest.

Den Verletzten geht es inzwischen besser: Drei Mitarbeiter hatten zunächst schwere Symptome, einer ist noch im Krankenhaus. Sie hatten nach dem Vorfall über Unwohlsein geklagt, wie die Polizei mitteilte. Neun von ihnen kamen in verschiedene Krankenhäuser, nachdem sich ihr Zustand zunehmend verschlechterte.

Eigenes Zelt zur Dekontaminierung

Mehrere Rettungswagen und Notärzte waren im Einsatz. Zunächst war unklar, was die Beschwerden ausgelöst hatte. Aufgrund der Art des Betriebs schlossen die Rettungskräfte zunächst Kontakt mit einer unbekannten Substanz nicht aus. Vor dem Klinikgebäude in Wetzlar wurden zwei der Patienten in einem eigens dafür aufgebauten Zelt dekontaminiert.

Bei Messungen in der Umgebung des Betriebs stellte die Feuerwehr dann allerdings keine Schadstoffe fest.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen