Ein Wartungszug steht an der Unfallstelle am Frankfurter Hauptbahnhof.

Ursache für den Zugunfall am Frankfurter Hauptbahnhof war möglicherweise ein Fahrfehler. Einen technischen Defekt schließt die Polizei aus.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Polizei ermittelt nach Bahnunfall am Frankfurter Hauptbahnhof

Zug FFM Hbf Reparatur
Ende des Audiobeitrags

Nach einem Zugunfall im Frankfurter Hauptbahnhof am Montag mit fünf Verletzten hat die Bundespolizei Ermittlungen gegen den Lokführer aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei dem hr.

Demnach gehen die Beamten von einem Fahrfehler als Unfallursache aus. Dem Fahrer des Regionalexpresses werde eine Gefährdung des Bahnverkehrs vorgeworfen. Einen technischen Defekt schloss der Sprecher der Bundespolizei am Dienstag zunächst aus. Der elektronische Fahrtenschreiber, der womöglich genauere Informationen zum Unfallhergang liefern kann, müsse jedoch noch ausgewertet werden.

Geschwindigkeit weiter unklar

Der aus Kassel kommende Regionalexpress 30 war am Montagmorgen im Frankfurter Hauptbahnhof auf einen Prellbock am Gleisende gefahren. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte der Fahrer abgebremst und war "mit ganz geringer Geschwindigkeit" auf Gleis 16 eingefahren. Wie schnell genau die Bahn unterwegs war, war auch am Dienstag unklar. Nach Angaben der Deutschen Bahn fahren Züge üblicherweise mit einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern in Kopfbahnhöfe ein.

Durch den Aufprall waren mehrere Passagiere im Zug gestürzt. Eine 60 Jahre alte Reisende aus Bad Nauheim (Wetterau) verletzte sich schwer an Kopf und Rücken. Drei weitere Fahrgäste und eine Zugbegleiterin verletzten sich leicht.

Nach Angaben der Deutschen Bahn entstanden keine großen Schäden am Gleis.

Sendung: hr-iNFO, 21.01.2020, 12 Uhr