Die Polizei fahndet nach einem oder mehreren Tätern, die seit Mai dieses Jahres im Stadtgebiet von Schwalbach am Taunus Dutzende von Bränden gelegt haben

Der Schaden wird auf mehrere 10.000 Euro geschätzt, teilte die Polizei am Freitag in Eschborn mit. Bei den Tätern könnte es sich um eine Gruppe junger Schwalbacher handeln.

Die Polizei setzt seit einigen Wochen auch auf Ermittler in Zivil und hat eine zehnköpfige Arbeitsgruppe gebildet. Insgesamt 32 Sachbeschädigungen und Brandstiftungen zählte die Polizei seit Mai. Die Täter steckten mehrfach große Mülltonnen an. Verletzte gab es bisher nicht. Als Motive werden Frustration, Langeweile, Pyromanie oder ein übersteigertes Geltungsbedürfnis vermutet.

Die Brandstifter kennen sich laut Polizei in dem verwinkelten Stadtgebiet sehr gut aus und nutzten gekonnt Fluchtwege und Verstecke, um den Fahndern zu entkommen. Als die Einsatzkräfte begannen, Personen und Fahrzeuge in der Stadt zu kontrollierten, wurden die Autos von Polizei und Ordnungsamt mit Eiern und Steinen beworfen. "Die Täter hatten sich in Gebüschen versteckt und waren daher nicht zu fassen", teilte ein Polizeisprecher mit. In Zukunft werden weiterhin nachts zivile Fahnder in Schwalbach unterwegs sein. Zudem hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung