Der Tatverdächtige bei der Abgabe des Paketes.

Das niedersächsische Umweltministerium erhielt im Mai 2019 ein verdächtiges Paket. Darin befand sich eine Bombenattrappe. Abgeschickt wurde es in Hessen. Nun fahndet die Polizei nach einem Verdächtigen.

Mittels Bildern aus einer Überwachungskamera fahnden das Polizeipräsidium Südhessen und die Darmstädter Staatsanwaltschaft nach einem Mann, der im Verdacht steht, eine Bombenattrappe an das niedersächsische Umweltministerium versandt zu haben. Entstanden sind die Bilder im Mai 2019 in einer Postfiliale in Nauheim (Groß-Gerau), wo das verdächtige Paket aufgegeben wurde. Dabei sei der Mann von einer Videokamera in der Filiale aufgezeichnet worden.

Flasche mit Drähten

Das Paket war am 16. Mai 2019 im Umweltministerium in Hannover eingetroffen. Experten hatten es untersucht und dabei eine Flasche gefunden, in der mehrere Drähte steckten. Nach Eingang des Paketes hatten die rund 400 Mitarbeiter des Ministeriums vorübergehend das Gebäude verlassen müssen.

Erste Ermittlungen ergaben, dass das Paket tags zuvor in Nauheim unter Angabe einer falschen Absenderadresse aufgegeben wurde. Nachdem andere Ermittlungsansätze bislang keine Hinweise auf die Identität des Tatverdächtigen ergeben hätten, habe die Staatsanwaltschaft einer öffentlichen Fahndung mittels Lichtbild zugestimmt, erklärte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Zu den Hintergründen der Tat ist bisher nichts bekannt.

Sendung: YOU FM, 24.08.2020, 11:00 Uhr