Absperrband mit der Aufschrift "Polizei"

Eine explodierte Postsendung in einer Marburger Firma hat zur Räumung und Durchsuchung einer Postfiliale in der Marburger Innenstadt geführt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Wegen einer möglichen Gefährdungslage hat die Polizei am Donnerstagvormittag eine Postfiliale in der Gutenbergstraße in der Marburger Innenstadt geräumt. Sprengstoffentschärfer des Landeskriminalamtes (LKA) reisten aus Wiesbaden an und durchsuchten mit Spürhunden die Filiale, um dann Entwarnung zu geben: Es wurde nichts Auffälliges gefunden.

Auslöser für den Sprengstoffalarm und die zeitweilige Räumung der Filiale war eine explodierte Postsendung in einer Marburger Firma. Dort war am Morgen eine Person beim Öffnen der Post leicht verletzt worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marburg am Nachmittag mit. Die Behörde habe Ermittlungen aufgenommen. Tathergang und Hintergründe waren demnach noch unklar.

Firma hat Postfach in Filiale

Weil die Firma in der Postfiliale ein Postfach unterhielt, rückten die Sprengstoffexperten des LKA dort an, um Filiale und Postfach auf eine mögliche weitere Gefahr zu überprüfen.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wurde bei der Explosion der Geschäftsführer des nicht näher benannten Unternehmens durch eine Nagelbombe verletzt. Dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern.

Die Oberhessische Presse in Marburg berichtete, die Firma sei bereits häufiger bedroht worden. Nach Informationen des Blattes soll es sich um ein Unternehmen in der Nordstadt handeln.

Sendung: hr-iNFO, 18.04.2018, 11.00 Uhr