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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Polizei-Großeinsatz im Bahnhofsviertel wegen Kollegah-Videodreh

Kollegah Videodreh Frankfurt Polizei

Ein Videodreh des Rappers Kollegah hat im Frankfurter Bahnhofsviertel zu einem Polizeieinsatz geführt. Passanten hatten einen Überfall auf einen Juwelier gemeldet.

Ein Videodreh des Rappers Kollegah hat im Frankfurter Bahnhofsviertel am Samstagnachmittag für reichlich Wirbel gesorgt. Wie die Polizei dem hr bestätigte, meldeten Menschen in der Münchener Straße einen vermeintlichen bewaffneten Überfall auf einen Juwelier.

Nach dieser Meldung rückten die Beamten um kurz nach 16 Uhr mit einem Großaufgebot auf. Vor Ort zeigte sich dann jedoch, dass alles anders war - und äußerst harmlos. Etwa 20 Personen rund um den Rapper drehten dort ein Musikvideo, einige von ihnen trugen Waffenattrappen. Bei der Durchsuchung der Beteiligten stellte die Polizei fünf Schusswaffen sicher, die nicht echt gewesen seien.

Keine echten Waffen

Das Problem: Zwar habe eine Drehgenehmigung der Stadt Frankfurt bestanden. Der Produzent des Drehs habe es aber versäumt, die Polizei über "sein äußerst öffentlichkeitswirksames Vorhaben zu unterrichten", teilten die Beamten am Sonntag mit.

Welche Konsequenzen diese Aktion am Ende haben werde, stehe noch nicht abschließend fest. Die Beteiligten des Drehs müssten aber wegen des "Führens von Anscheinswaffen" nun mit einem Verfahren rechnen. Während des Einsatzes mussten mehrere Bahnlinien um das Bahnhofsviertel herumgeleitet werden.

Sendung: hr-iNFO, 07.11.2020, 19 Uhr