Drei Menschen sind in kurzer Zeit bei Unfällen an Bahnübergängen in Hessen getötet worden.

Die Bundespolizei mahnt deshalb zu Vorsicht. "Während ein Pkw selbst bei hoher Geschwindigkeit nach wenigen Metern zum Stehen kommt, benötigt ein Zug aus voller Fahrt bis zu 1.000 Meter zum Anhalten", sagte ein Sprecher der unter anderem für Hessen zuständigen Bundespolizeidirektion Koblenz. Wegen seiner hohen Geschwindigkeit und der geräuscharmen Fahrweise sei ein Zug schneller da, als man reagieren könne. Jeder vierte Unfall an einem Bahnübergang ende tödlich.

In der Nähe von Korbach im Kreis Waldeck-Frankenberg starb am Montag ein Traktorfahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Zug, er wollte einen unbeschrankten Bahnübergang überqueren. Nur einen Tag zuvor erfasste ein Zug einen Fußgänger an einem unbeschrankten Bahnübergang im südhessischen Bürstadt und verletzte ihn tödlich.

Stunden später starben ein sehbehinderter Mann und sein Assistenzhund an einem Bahnübergang mit Halbschranke in Kriftel im Main-Taunus-Kreis. Die Gemeinde kritisiert die Deutsche Bahn scharf - es ist bereits der dritte tödliche Unfall an dem Übergang - und wirft ihr Untätigkeit vor.

Das Unternehmen kündigte Gespräche mit der Stadt an. Voraussichtlich im Mai soll eine Sonderverkehrsschau stattfinden, um herauszufinden, ob Beschilderung und Technik noch ausreichend seien oder angepasst werden müssen.