Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Gießens Polizei setzt auf den mobilen Gaffer-Schutz

Die rot-weiß gestreifte "Anti-Gaffer-Schutzwand"

Gaffer an Unfallstellen sorgen häufig für Probleme. Die Polizei in Mittelhessen zieht nun im wahrsten Sinn des Wortes einen Schutzwall gegen sie hoch.

Mit einer großen mobilen Sichtschutzwand will die Polizei in Mittelhessen künftig Unfallstellen auf Autobahnen vor den Blicken von Gaffern abschirmen. Die rund 30 Meter lange und zwei Meter hohe Konstruktion könne innerhalb weniger Minuten aufgebaut werden, teilte sie am Freitag mit. Es handelt sich demnach um eine Premiere: Eine solche Schutzwand sei bislang noch bei keiner anderen deutschen Polizeibehörde im Einsatz.

Die rot-weiß gestreifte und 45 Kilo schwere Kunststoff-Konstruktion ist aufblasbar. Auf der Schutzwand prangen in großen Buchstaben die Worte "Polizei" und "Absperrung". Symbole einer durchgestrichenen Fotokamera und eines Fußgängers machen klar, was hier nicht erwünscht ist.

Polizeipräsident beklagt Zunahme durch Gafferprobleme

Die Sichtschutzwand soll Schaulustige abhalten und weitere Störungen des fließenden Verkehrs verhindern. Gerade bei schwereren Unfällen habe man "eine stete Zunahme vermeidbarer Beeinträchtigungen" feststellen müssen, sagte der Gießener Polizeipräsident Bernd Paul. Dazu gehörten Staus aufgrund von langsam fahrenden oder haltenden Fahrzeugen auch auf der Gegenfahrbahn, Handyaufnahmen von den Unfällen, die in Sozialen Medien hochgeladen würden, sowie Folgeunfälle an Stauenden.

Sendung: hr1, 12.03.2021, 6.30 Uhr