Kamera für Tatort-Arbeit
Die neue Tatort-Kamera hat Rundumblick. Bild © picture-alliance/dpa

Die Polizei rüstet technisch auf: Eine neue Tatortkamera soll die Beamten nach einem Verbrechen bei den Ermittlungen unterstützen. Die Kamera bietet einen hochauflösenden Rundumblick.

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Das Polizeipräsidium Mittelhessen hat am Montag eine neue Tatortkamera präsentiert. Die hochauflösende Kamera, die bereits seit September im Einsatz ist und bereits in 13 Fällen Verwendung fand, fertigt Panoramabilder an und ermöglicht den Beamten einen "virtuellen Rundgang" am Tatort.

"Mit den Werkzeugen der modernen Panoramafotografie können auch komplexe Tatorte schnell und einfach in ihrer Ursprungssituation eingefroren und konserviert werden. Mit Hilfe dieser Kamera könne wir Szenarien immer wieder durchspielen", erklärte Polizeipräsident Bernd Paul. Dies sei vor allem wichtig, um auf Abläufe zu stoßen, die nicht plausibel oder gleich offensichtlich seien.

Vor Gericht verwendbar

Die 360-Grad-Aufnahmen können auch bei Gerichtsverhandlungen gezeigt und als Anschauungsmaterial für Richter, Staatsanwaltschaft und andere Prozessbeteiligte verwendet werden, hieß es. Die Arbeit der Spurensicherung könne damit jedoch nur ergänzt, nicht ersetzt, werden. Auch in Zukunft müssten die Spezialisten der Kriminalpolizei Fingerabdrücke mit Pulver sichtbar machen oder mit speziellem Licht nach winzigen Blutspuren suchen.

In Südhessen wird die Technik ebenfalls genutzt.

Die neue Kamera soll mit 360-Grad-Aufnahmen einen virtuellen Rundgang des Tatorts ermöglichen.
Die neue Kamera soll mit 360-Grad-Aufnahmen einen virtuellen Rundgang des Tatorts ermöglichen. Bild © picture-alliance/dpa