Frankfurt: Eiserner Steg, Skyline mit Feuerwerk
Frankfurt richtet Sicherheitszone am Eisernen Steg ein. Bild © picture-alliance/dpa

Sicherheitszonen, Taschenkontrollen, Videoüberwachung: An Silvester kontrolliert die Polizei beliebte Feierplätze in Frankfurt. Auch in anderen Städten sind die Einsatzkräfte zum Jahreswechsel vorbereitet.

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Allein am Frankfurter Mainufer und am Eisernen Steg erwartet die Polizei an Silvester etwa 5.000 Menschen, die gemeinsam das neue Jahr begrüßen wollen. Zwar gebe es "keinerlei konkrete Hinweise auf Anschläge oder Ähnliches", wie Polizei-Vizepräsident Walter Seubert am Freitag betonte. Aber nach wie vor bestehe eine "abstrakt hohe Gefährdungslage". "Gerade Feuerwerk und Alkohol, das kann schnell schief gehen", sagte Stadtrat Markus Frank.

Taschenkontrollen und Böller-Verbot

Die Stadt hat am Eisernen Steg an beiden Brückenaufgängen einen Sicherheitsbereich eingerichtet. Ab 21 Uhr werden Besucher eingelassen, jeder muss damit rechnen, dass seine Taschen kontrolliert werden. Es gilt ein grundsätzliches Feuerwerksverbot, und auch große Rucksäcke sind verboten.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Sicherheitsbereich kleiner, dafür sind im gesamten Innenstadtbereich mehr "hoch mobile Einsatzteams" unterwegs. Insgesamt sind in der Silvesternacht mehrere hundert Polizisten im Einsatz, viele in Zivil. Unterstützt werden sie von Dutzenden Mitarbeitern der Stadtpolizei.

Verstärkte Waffenkontrollen

Auch der Einsatz von Kameras wurde erhöht. "Mit Videotechnik können wir flächendeckend schnell die Lage klären und auch Straftäter identifizieren", sagt Sicherheitsdezernent Frank. Am Main stehen Rettungskräfte bereit, "falls jemand ins Wasser fällt".

Gegen sieben Personen wurde im Vorfeld ein Aufenthaltsverbot für bestimmte Plätze wie etwa das Bahnhofsviertel und die Hauptwache ausgesprochen. Rund um den Hauptbahnhof gilt eine Waffenverbotszone. "Es soll sowieso niemand eine Waffe tragen, aber an Silvester muss klar sein, dass wir besonders gründlich kontrollieren", so Frank. Für Bürgerinnen und Bürger gibt es fünf Anlaufstellen der Polizei rund um die Innenstadt. [PDF - 254kb]

Karte: Anlaufstellen Polizei Innenstadt
Fünf Polizeiwachen in der Innensatdt sind Anlaufstellen in der Silvesternacht. Bild © Polizeipräsidium Frankfurt

Weil Feuerwerk in den vergangenen Jahren vermehrt auch als Waffe eingesetzt wurde, ist es auf dem Eisernen Steg verboten. "Da hört der Spaß komplett auf, wenn das gegen Menschen gerichtet wird", sagt Frank. In der Silvesternacht solle die Freude im Vordergrund stehen. Wenn man es mit Alkohol und Feuerwerk nicht übertreibe, würden alle sicher ins neue Jahr kommen.

Fachwerk und Feuerwerk - keine gute Kombination

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Auch in anderen Städten gelten strenge Regeln in der Silvesternacht. So darf in Kassel im Weltkulturerbe Bergpark vor allem nahe der historischen Gebäude nicht geböllert werden. Zu groß ist die Gefahr, dass die Denkmäler beschädigt werden könnten. Böllerverbot gilt auch auf dem Dach der Grimmwelt, dort ist zusätzlich auch Alkohol tabu. Auf der Partymeile zwischen Königsplatz und Friedrichsplatz will die Polizei verstärkt Präsenz zeigen.

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Rund im und um das Bowling Green am Kurhaus in Wiesbaden darf ebenfalls kein eigenes Feuerwerk gezündet werden. Einlasskontrollen und Absperrungen sollen für Sicherheit sorgen. Große Taschen werden kontrolliert. Die Verbotszone gilt in den angrenzenden Straßen bis zum Kurhaus und dem Staatstheater.

In Fulda gelten Altstadt und Domplatz als böllerfreie Zone. Vor allem die Fachwerkhäuser in den engen Gassen sollen so vor Brand und Beschädigung geschützt werden. Auch in anderen Städten mit viel Fachwerkarchitektur wie Limburg, Marburg, Idstein, Alsfeld, Kronberg oder Friedberg gelten Pyrotechnik-Verbote. Wird das nicht beachtet, droht eine Geldstrafe bis 50.000 Euro.