Die Fotos zeigen ein Rind im Auto, wie es von innen und außen aussieht.

Auf einer Bundesstraße bei Melsungen hat eine Polizeistreife plötzlich in ein Kuhgesicht geblickt. Das Tier schaute durch die Heckscheibe eines Kastenwagens. Der Fahrer hatte es rückwärts in den Kofferraum gequetscht.

Als einer Streifenwagenbesatzung am Donnerstag auf der B83 bei Melsungen (Schwalm-Eder) ein Kuhkopf auffiel, der sie aus der Heckscheibe eines Kastenwagens anschaute, dachten die Beamten zunächst an ein aufwändiges Karnevalskostüm. Sie stoppten den Seat Inca und stellten fest, dass der vermeintliche Narrenwitz ein Tier aus Fleisch und Blut war.

Mit dem Hinterteil am Vordersitz

Das Rind passte gerade so rückwärts in das Auto - mit dem Hinterteil an den Vordersitzen und dem Kopf an der Heckscheibe. Der 47 Jahre alte Fahrer hatte das Tier notdürftig mit einem Seil an der Anhängerkupplung gesichert. Er war von Waldkappel (Werra-Meißner) auf dem Weg zu einem mehr als 30 Kilometer entfernten Bauernhof bei Malsfeld (Schwalm-Eder).

Die Kuh kam dennoch auf dem Bauernhof an. Abgesichert von der Polizeistreife und mit reduzierter Geschwindigkeit wurde das Tier noch die letzten Kilometer bis zum Ziel im Kofferraum eskortiert.

Der Kofferraum-Transport könnte für den Fahrer allerdings noch ein Nachspiel haben: Er muss sich jetzt wegen Verstößen gegen tierschutzrechtliche Transportbestimmungen und mangelhafter Ladungssicherung verantworten. Oben drauf kam noch ein Verwarngeld - der TÜV des Wagens war seit Dezember abgelaufen.