Die Polizei stoppte auf der A4 einen Kleintransporter, der ein Auto abschleppte.
Die Polizei stoppte auf der A4 einen Kleintransporter, der ein Auto abschleppte. Bild © TVnews-Hessen.de

Ein abenteuerlich als Abschleppwagen genutzter Kleintransporter war am Donnerstagmorgen auf der A4 bei Friedewald unterwegs. Als ihn Polizisten kontrollieren wollten, floh der Fahrer. Ein Beamter griff darauf zur Waffe.

Als die Beamten den Transporter am frühen Morgen auf der A4 zwischen Bad Hersfeld und Friedewald gestoppt hätten, habe der Fahrer aggressiv reagiert, berichtete ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Der Kleintransporter war aufgefallen, weil der Fahrer am hinteren Trittbrett ein Auto befestigt und aufgebockt hatte, das er wie ein Abschleppwagen hinter sich herzog.

Der 44 Jahre alte Fahrer floh schließlich mit dem ungewöhnlichen Gespann während der Kontrolle. Darauf habe einer der Polizisten zur Waffe gegriffen und drei Mal auf den Hinterreifen des Transporters geschossen, sagte der Sprecher der Polizei. Er betonte, es habe sich nicht um einen Schusswaffengebrauch gegen den Mann selbst gehandelt, sondern allein um den Versuch, den Wagen zu stoppen.

Fahrer hält auf Parkplatz an

Der Fahrer besann sich nach Angaben der Beamten schließlich wohl eines Besseren und hielt wenig später auf einem Parkplatz an. Dort war auch ein Polizeihund im Einsatz. Der Transporter wurde sichergestellt.

"Der Fahrzeugführer leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand und wurde beim Polizeieinsatz an der Hand verletzt", erklärte die Polizei. Er kam darum ins Krankenhaus. Nach Angaben von Zeugen gegenüber Reportern soll er die Beamten bei der ersten Kontrolle mit einem Hammer bedroht haben, worauf die Polizisten Pfefferspray einsetzten. Dies bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Als erstes auf den Transporter aufmerksam geworden war nach eigenen Angaben ein Abschleppunternehmer, der zu einem anderen Unfall unterwegs war und den Kleintransporter mit angehängtem Auto im Rückstau entdeckte.