Polizei hält eine Kelle mit der Aufschrift: "Halt, Polizei".

Beschädigte "Taxometer", Verkehrsverstöße, Verdacht auf Schwarzarbeit: Bei Kontrollen von Mini-Cars in Kassel haben Polizei und Ordnungsamt eine Reihe von Verstößen festgestellt.

Bei Kontrollen vom Taxi-Konkurrenzunternehmen Minicar haben die Beamten am vergangenen Donnerstag in Kassel drei Straf- und 32 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, insgesamt wurden 15 Wagen kontrolliert. "Die Kontrollen waren ein Resultat von Beschwerden von Taxi-Unternehmen", sagte ein Polizeisprecher dem hr am Montag. Fünf Fahrern wurde die Konzession vorübergehend entzogen, sie dürfen bis auf weiteres keine Kunden fahren.

Bei den drei Strafanzeigen handelte sich um Verdachtsfälle von Schwarzarbeit, die nun weitere Ermittlungen durch den Zoll zur Folge haben. Bei fünf Fahrzeugen wurden Verstöße gegen das hessische Eichgesetz festgestellt. So waren nach Polizeiangaben etwa Siegel an den "Taxometern" beschädigt oder die letzte Eichung lag zu lang zurück.

Taxifahrer ärgern sich über Verstöße gegen die Rückkehrpflicht

Bei neun Fahrern wurden Verstöße gegen die Abgabenordnung und darüber hinaus sechs Verstöße gegen das Mindestlohngesetz festgestellt. Zudem waren sechs Fahrer nach einer Fahrt nicht gleich zu ihrem Betriebssitz zurückgekehrt und verstießen somit gegen die Rückkehrpflicht. Diese Verstöße regen die Konkurrenz in den Taxis besonders auf. "Das ist häufig das Thema der Beschwerden", sagte der Polizeisprecher.

In einigen Fällen, bei denen Fahrzeuge kleinere technische Mängel aufwiesen oder geringfügige Verkehrsverstöße festgestellt wurden, kamen die Fahrer mit Verwarngeldern davon.

Nur bei einigen wenigen der 15 kontrollierten Fahrzeuge hatten die Bediensteten von Ordnungsamt und Polizei nichts zu beanstanden.