Zerstörter Porsche in Gießener Innenstadt
Der Porsche Cayenne rammte in der Gießener Innenstadt einen Ampelmast. Bild © Klaus Pradella (hr)

Die jungen Fahrer von zwei PS-starken Autos haben sich in der Gießener Innenstadt ein Autorennen geliefert. Die Polizei hat nun ihre Wohnungen durchsucht und ihnen die Handys abgenommen.

Die Ermittler haben die Wohnungen der 18 und 21 Jahre alten Autofahrer am Mittwoch durchsucht. Dabei stellten sie auch ihre Mobiltelefone sicher. Die Polizei ist inzwischen davon überzeugt, dass sie sich ein verbotenes Rennen in Gießen geliefert haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Auch die beiden Fahrzeug-Wracks seien beschlagnahmt worden.

Ein Sachverständiger soll die Wracks untersuchen. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Fahrer am Freitagnachmittag mit einem Porsche Cayenne und einem Mercedes eine Straße entlang gerast und an einer Ampel in der Innenstadt zusammengestoßen.

Zwölfjähriger am Straßenrand verletzt

Ein zwölfjähriger Junge, der am Straßenrand stand, wurde von dem Porsche erfasst und leicht verletzt. Der Junge habe einen Schutzengel gehabt, sagte ein Sprecher der Polizei. Er kam mit Prellungen und Quetschungen davon.

Die mutmaßlichen Raser äußerten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Wann die Ergebnisse der Gutachten vorliegen, ist unklar. Hinweise darauf, dass die jungen Männer vor ihrer gefährlichen Fahrt Alkohol oder Drogen konsumiert hätten, fanden die Polizisten nicht.

Die Insassen der beiden Autos - die beiden Fahrer und drei weitere Personen - wurden nicht verletzt. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 25.000 Euro.

Sendung: hr-iNFO, 07.03.2018, 17 Uhr