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"Carfreitag"-Bilanz der Polizei

Der Karfreitag gilt Autoposern und Tuningfans als Tag für Ausfahrten - und der Polizei als Kontrollmarathon. In diesem Jahr gab es nur zwei größere Tuner-Treffen in Hessen.

1.439 kontrollierte Fahrzeuge, 441 Ordnungswidrigkeiten, 46 Straftaten: Die Polizei hat sich zufrieden gezeigt über den Verlauf des diesjährigen "Carfreitags". Mehr als 300 Einsatzkräfte seien am Freitag in Hessen aktiv gewesen für unter anderem großflächige Geschwindigkeitskontrollen und gezielte Kontrollen der Tuner-Szene.

Jedes dritte kontrollierte Auto auffällig

Bei fast jedem dritten Auto wurden die Beamten tatsächlich fündig: Geahndet wurden zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße und mehrere überfahrene rote Ampeln. Außerdem beanstandeten die Kontrolleure nicht genehmigte Basteleien an den Autos, etwa falsche Auspuffe oder Blinker sowie zu dicht beklebte Windschutzscheiben. 11 Fahrzeuge wurden vorläufig aus dem Verkehr gezogen. Illegale Autorennen hat es nach Angaben der Polizei nicht gegeben.

In Limburg haben sich nach Schätzung der Polizei im Bereich des ICE-Bahnhofs am Freitagabend rund 50 Autofahrer getroffen. Die kontrollierten Verkehrsteilnehmer verhielten sich überwiegend vernünftig und regelkonform, teilte eine Sprecherin dem hr mit. Das sei auf die kontinuierlichen Kontrollen der Tuner-Szene in Hessen zurückzuführen. Auch eine Veranstaltung mit rund 40 Fahrzeugen auf dem Hessenring in Eschwege (Werra-Meißner) verlief demnach ohne Probleme.

Beuth: "Sinnbefreitem Rundendrehen Einhalt gebieten"

Die hessische Polizei begegnet illegalen Autorennen mit speziellen Einsatzkonzepten. Die Präsidien in Frankfurt und Westhessen etwa haben eigene Kontrolleinheiten, die sich mit illegalen Autorennen sowie Autotunern, Rasern und Posern befassen.

So wolle man "sinnbefreitem Rundendrehen in unseren Innenstädten und PS-Protzerei auf unseren Landstraßen" Einhalt gebieten, teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Samstag mit.

Schwerpunktkontrollen wie an Karfreitag seien keine Schikane, sondern Teil einer Verkehrsstrategie, die Menschenleben retten soll, betonte der Innenminister. Es sei nötig, Verstöße konsequent zu ahnden. Dadurch könne rücksichtsloses Verhalten gestoppt und die Gefährdung unbeteiligter Bürger verhindert werden.

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