Verunglückter Streifenwagen in Darmstadt
In diesem Streifenwagen verunglückten die beiden Polizisten. Bild © Michael Seeboth (hr)

Die hessische Polizei trägt Trauer: Ein Beamter des Präsidiums Südhessen ist rund zwei Wochen nach einem Unfall am Darmstädter Kreuz gestorben. Der 33-Jährige war mit einem Kollegen auf dem Weg zu einem vermeintlichen Notfall gewesen.

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hs

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Etwa zweieinhalb Wochen nach dem Unfall eines Streifenwagens am Darmstädter Kreuz ist einer der beiden Polizisten an seinen Verletzungen gestorben. Das sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden. Er drückte den Angehörigen des 33 Jahre alten Beamten sein Mitgefühl aus.

"Die traurige Nachricht lässt uns alle bestürzt zurück", twitterten die Kollegen des Verstorbenen aus dem Polizeipräsidium in Darmstadt. Beuth kündigte derweil an, dass für die Polizeiautos im Land Trauerflor angeordnet werde. Der 45 Jahre alte Kollege des Verstorbenen war bei dem Unfall auf der Verbindung von der A672 zur A5 schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden, wie Beuth sagte.

Unser Kollege, der bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde, ist gestern im Krankenhaus gestorben ist. Die traurige Nachricht lässt uns alle bestürzt zurück. Mit unseren Gedanken sind wir in diesen schweren Stunden bei allen Angehörigen und Freunden! Uns fehlen die Worte

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Schüsse stellten sich als angemeldete Jagd heraus

Die beiden Beamten waren am 9. Februar auf dem Weg zu einem Einsatz an der Autobahnauffahrt bei Darmstadt von der Straße abgekommen. Das Auto prallte gegen eine Betonbegrenzung und überschlug sich. Der Verstorbene saß als Beifahrer im Wagen.

Die Streife war alarmiert worden, nachdem ein Zeuge im Bereich einer Autobahnbrücke bei Bischofsheim (Groß-Gerau) Schüsse gemeldet hatte. Wie sich später herausstellte, fand dort eine angemeldete Jagd statt.

Sendung: hr1, 27.2.2019, 11 Uhr