Ein Grundschulkind sitzt mit einem Buch vor dem Laptop

Ein Unbekannter hat sich Zugang zu der Videokonferenz einer zweiten Klasse aus Florstadt verschafft und dort Pornografie gezeigt. Offenbar nicht der einzige Fall dieser Art.

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hessenschau 22.01.2021 19:30 Uhr Thumbnails
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Nachdem in einer Videokonferenz einer Grundschulklasse in Florstadt (Wetterau) Pornografie aufgetaucht ist, ermittelt nun die Polizei. Es gehe um den Verdacht des Verbreitens pornografischer Schriften, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Die Lehrerinnen hätten mit den Schülerinnen und Schülern der zweiten Klasse eine Videokonferenz über eine externe Software organisiert, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Wiesbaden. Dabei habe sich ein Teilnehmer mit einem angeblichen Mädchennamen eingewählt, die Lehrerinnen von der Konferenz ausgeschlossen und Pornografie gezeigt. Ein Elternteil habe den Vorfall bemerkt und gemeldet.

Ministerium: Wenige Einzelfälle

Nach den Worten des Ministeriumssprechers gibt es bislang vereinzelt Informationen darüber, dass Videokonferenzen zwischen Lehrern und Schülern gestört werden. In ganz wenigen Einzelfällen spiele Pornografie eine Rolle.

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Auch in Niederbayern wurde am Donnerstag ein Fall bekannt, bei dem sich ein Unbekannter Zugang zur Lernplattform einer Grundschule verschafft hatte. Eine Achtjährige in Mainburg (Landkreis Kelheim) habe während des Online-Unterrichts Bilder eines nackten Mannes angezeigt bekommen, teilte die Polizei mit. Auch dort habe der Täter die Lehrerin aus dem Chatraum entfernt. Die Kripo ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 22.01.2021, 19.30 Uhr