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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Vereinzelte Proteste gegen Ausgangssperre

Protest gegen Ausgangssperre in Frankfurt

Am ersten Tag der neuen Corona-Ausgangsbeschränkungen haben mehrere hundert Menschen in Frankfurt und Kassel gegen die bundesweiten Regelungen protestiert. Im Frankfurter Bahnhofsviertel wurden zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet.

"Im Großen und Ganzen blieb alles friedlich", sagte ein Frankfurter Polizeisprecher am Sonntagmorgen nach der ersten Nacht mit den neuen, bundesweiten Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Lediglich drei Verstöße gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen seien registriert worden, so der Sprecher. Auch andere Präsidien meldeten kaum Zwischenfälle.

Pyro im Bahnhofsviertel

Zuvor hatte es am Samstagabend im Frankfurter Bahnhofsviertel Proteste gegen das geänderte Infektionsschutzgesetz der Bundesregierung gegeben. Etwa 300 Menschen waren zwischen 20.30 Uhr und 22.00 Uhr auf der Kaiserstraße unterwegs. Sie trugen Plakate, waren teilweise maskiert und einige zündeten stark rauchende Feuerwerkskörper. Die Demonstration war zuvor angemeldet worden.

Bis auf einige Anzeigen wegen des Verwendens von Pyrotechnik sei auch hier alles weitgehend ruhig geblieben, berichtete der Polizeisprecher. Die Demonstration löste sich pünktlich zum Start der Ausgangsbeschränkung auf. Danach herrschte auf Frankfurts Straße gähnende Leere.

Protestzug in Kassel

Auch in der Kasseler Innenstadt versammelten sich rund 50 Menschen zu einem halbstündigen, nicht genehmigten Protestzug. Die Corona-Abstandsregeln wurden dabei laut Polizei weitestgehend eingehalten.

Wenn in einer Stadt oder einem Landkreis die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, dann gelten Ausgangsbeschränkungen zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr. Dies ist derzeit in fast allen hessischen Gemeinden der Fall, auch in Frankfurt und Kassel.

Sendung: hr-iNFO, 25.04.2021, 6.00 Uhr