Eine Ärztin steht seit Mittwoch vor dem Frankfurter Landgericht, weil sie ihren schwerkranken neunjährigen Sohn zu spät ins Krankenhaus gebracht und so schwere Folgeschäden verursacht haben soll.

Die 45 Jahre alte Allgemeinmedizinerin soll den Sohn im September 2017 trotz Beschwerden mehrere Tage zuhause behalten haben. In der Klinik wurden dann erhebliche Hirnschädigungen festgestellt, die laut Anklage bei früherer Meldung hätten vermieden werden können.

Vor Gericht bestritt sie den Vorwurf. Sie zeigte Anzeichen für psychisch bedingte eingeschränkte Schuldfähigkeit.