Im Frankfurter Prozess gegen einen mutmaßlichen IS-Kämpfer hat am Freitag vor dem Oberlandesgericht die Mutter eines getöteten Mädchens ausgesagt.

Die 48-jährige Jesidin berichtete, wie der Angeklagte sie und ihre fünfjährige Tochter im Nordirak als Sklavinnen gehalten habe. Bei einer Bestrafungsaktion habe er das Kind dann gefesselt und bei großer Hitze an ein Fenster gebunden. Das Mädchen verdurstete. Das letzte Wort des Kindes sei Mama gewesen. Neben dieser Tat legt die Bundesanwaltschaft dem 27-jährigen Iraker Völkermord, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Menschenhandel zur Last.