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Audioseite Zerstückelte Leiche: Gericht bestätigt lebenslange Haft

Justitia

Auch im neuen Prozess um eine zerstückelte Frauenleiche hat das Darmstädter Landgericht einen 37-Jährigen wegen Mordes verurteilt. Das Strafmaß auch dieses Mal: eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Nach Überzeugung des Gerichts hat der 37-Jährige das 40 Jahre alte Opfer in der Silvesternacht 2018/2019 verprügelt und - nachdem sie nach einer Stunde wieder aus dem Bad kam - erwürgt, damit sie ihn nicht wegen Körperverletzung anzeigt. Anschließend soll er die Leiche zerstückelt haben.

BGH ordnete Neuverhandlung an

Zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte die Tötung bestritten, jedoch eingeräumt die Leiche zerteilt zu haben, um sie verschwinden zu lassen. Bereits Ende 2019 war er von einer anderen Landgerichtskammer in gleicher Sache wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte 2020 entschieden, dass eine Aussage nicht hätte verwertet werden dürfen, sodass neu verhandelt werden musste.

In dem neuen Verfahren lautete der Tatvorwurf zunächst auf Totschlag. Die Staatsanwaltschaft hatte auf elf Jahre Haft plädiert und dabei unter anderem auch auf die verminderte Steuerungsfähigkeit des Angeklagten aufgrund seines Drogenkonsums verwiesen.

Die Verteidigung plädierte auf eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge, ohne ein Strafmaß zu benennen. Sie regte zudem an, den Angeklagten in einer Entzugsanstalt unterzubringen, wo er eine Therapie beginnen könne.

Angeklagter des Saales verwiesen

Das Gericht sah jedoch die Mordmerkmale der Verdeckungsabsicht und niedriger Beweggründe erfüllt. Der Angeklagte sei schon immer gewalttätig gewesen, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Er wies darauf hin, dass der Angeklagte seine Freundin ab Ende 2016 regelmäßig verprügelt, gewürgt und mit dem Tode bedroht und früher schon seine Eltern angegriffen habe.

Der Angeklagte wurde während der Urteilsverkündung aus dem Saal gebracht, da er mehrmals dazwischenrief.

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